Baudelaire, Charles: Le spleen de Paris / Pariser Spleen

Baudelaire, Charles: Le spleen de Paris / Pariser Spleen. Petits poèmes en prose / Kleine Gedichte in Prosa

Neuübersetzung. Frz./Dt. Übers.: Borowsky, Kay; Nachw.: Kloocke, Kurt.
270 S.
ISBN: 978-3-15-018556-8
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Le spleen de Paris ist das letzte Werk des großen Wegbereiters der Moderne: 50 Prosagedichte, 1869, zwei Jahre nach Baudelaires Tod, erschienen. Ihr Thema ist die Kunst und das Leben, das Leben vor allem in der großen Stadt Paris, der "Hauptstadt des 19. Jahrhunderts". Diese kurzen, stilistisch ausgefeilten und bis zu einer kaum sonst anzutreffenden Perfektion getriebenen Prosastücke, die nun in einer neuen Übersetzung vorliegen, sind von einer zeitlosen Modernität.
À Arsène Houssaye / An Arsène Houssaye

I L’Étranger / Der Fremdling
II Le Désespoir de la vieille / Die Verzweiflung der Alten
III Le Confiteor de l’artiste / Das Bekenntnis des Künstlers
IV Un Plaisant / Ein Spaßvogel
V La Chambre double / Das doppelte Zimmer
VI Chacun sa chimère / Jeder hat seine Chimäre
VII Le Fou et la Vénus / Der Narr und die Venus
VIII Le Chien et le flacon / Der Hund und das Riechfläschchen
IX Le Mauvais Vitrier / Der schlechte Glaser
X À une heure du matin / Um ein Uhr morgens
XI La Femme sauvage et la petite-maîtresse / Das wilde Weib und das Dämchen
XII Les Foules / Die Menge
XIII Les Veuves / Die Witwen
XIV Le Vieux Saltimbanque / Der alte Gaukler
XV Le Gâteau / Der Kuchen
XVI L’Horloge / Die Uhr
XVII Un hémisphère dans une chevelure / Die halbe Welt in deinem Haar
XVIII L’Invitation au voyage / Aufforderung zur Reise
XIX Le Joujou du pauvre / Das Spielzeug des Armen
XX Les Dons des Fées / Die Gaben der Feen
XXI Les Tentations ou Éros, Plutus et la Gloire / Die Versuchungen oder Eros, Plutos und die Göttin des Ruhms
XXII Le Crépuscule du soir / Abenddämmerung
XXIII La Solitude / Die Einsamkeit
XXIV Les Projets / Die Pläne
XXV La Belle Dorothée / Die schöne Dorothea
XXVI Les Yeux des pauvres / Die Augen der Armen
XXVII Une Mort héroïque / Ein heldenhafter Tod
XXVIII La Fausse Monnaie / Das falsche Geldstück
XXIX Le Joueur généreux / Der großmütige Spieler
XXX La Corde / Der Strick
XXXI Les Vocations / Die Berufungen
XXXII Le Thyrse / Der Thyrsus
XXXIII Enivrez-vous / Berauscht euch
XXXIV Déjà! / Schon!
XXXV Les Fenêtres / Die Fenster
XXXVI Le Désir de peindre / Sehnsucht zu malen
XXXVII Les Bienfaits de la lune / Die Wohltaten des Mondes
XXXVIII Laquelle est la vraie? / Welche ist die Wahre?
XXXIX Un Cheval de race / Ein Vollblutpferd
XL Le Miroir / Der Spiegel
XLI Le Port / Der Hafen
XLII Portraits de maîtresses / Porträts von Geliebten
XLIII Le Galant Tireur / Der galante Schütze
XLIV La Soupe et les nuages / Die Suppe und die Wolken
XLV Le Tir et le cimetière / Der Schießstand und der Friedhof
XLVI Perte d’auréole / Der verlorene Heiligenschein
XLVII Mademoiselle Bistouri / Fräulein Bistouri
XLVIII Any where out of the world – N’importe où hors du monde / Anywhere Out of the World – Nur nicht auf dieser Welt
XLIX Assommons les pauvres! / Schlagt die Armen!
L Les Bons Chiens / Die braven Hunde

Nachbemerkung des Übersetzers
Literaturhinweise
Nachwort
Charles-Pierre Baudelaire (9.4.1821 Paris – 31.8.1867 Paris) ist einer der berühmtesten französischen Schriftsteller. Baudelaire, der bereits mit fünf Jahren seinen leiblichen Vater verliert, wächst in einem gestörten Verhältnis zu seinem Stiefvater auf – einem ehrgeizigen Offizier und späteren Admiral. Wegen eines vorangegangenen Schulverweises muss Baudelaire das Baccalauréat als Externer abschließen. Anstatt dem begonnenen Jura-Studium nachzugehen, gibt sich Baudelaire einem ausschweifenden Leben in der Pariser Literaten- und Künstlerszene hin. Bei einer Prostituierten steckt er sich mit Syphilis an. Während der Revolution 1848 ist er Teil der Aufstände in Paris. Sein Leben ist bis zum Schluss von finanziellen wie gesundheitlichen Problemen geprägt.
Charles Baudelaires einziger Gedichtband Les Fleurs du Mal (Blumen des Bösen) ist Ausdruck seiner morbiden Faszination für das Hässliche und den Verfall, was ihn zu einem Vorläufer der Dekadenz-Dichtung macht. Der Band brachte ihm einen Strafprozess wegen Beleidigung der öffentlichen Moral ein. Bekannt war Baudelaire seinen Zeitgenossen als Kunstkenner, Wagner-Enthusiast und Übersetzer der Schauerliteratur Edgar Allan Poes, den er als einen Bruder im Geiste ansah. Mit dem posthum erschienen Le Spleen de Paris (dt. Der Spleen von Paris) erschafft Baudelaire eine neue literarische Gattung: das Prosagedicht.