: Minnesang

Minnesang. Mittelhochdeutsche Liebeslieder. Eine Auswahl

Mhd./Nhd.
Neuübersetzung
Hrsg.: Klein, Dorothea
576 S.
ISBN: 978-3-15-018781-4
16,00 €

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»Ich minne, ich singe.« In der älteren deutschsprachigen Lyrik hat das Thema Liebe schier alles überstrahlt und eine eigene Gattung hervorgebracht, den mittelhochdeutschen Minnesang. Seit seinen Frühlingstagen beginnt mit der Liebe auch der Gesang, die Dichtung begleitet von Musik. Die neue, repräsentative Anthologie möchte nicht einmal mehr eine weitgehend fiktive Entwicklungslinie konstruieren, in der auf den holden Frühling und die sommerliche Hochblüte ein Herbst und Verfall folgt. Vielmehr entwirft sie ein Museum, eine Galerie für Kunst und Vielfalt, Gespräch, Tanz und Erzählung von Minne in der höfischen, hochmittelalterlichen deutschen Literatur.
Texte und Übersetzungen

Falke, Liebespfeil und roter Mund: Die rhetorische Kunst der Minnesänger

1 Der von Kürenberg: Ich zôch mir einen valken
2 Dietmar von Eist: Ez stuont ein frouwe alleine
3 Reinmar: Ich wæne, mir liebe geschehen wil
4 Burkhard von Hohenfels: Ein blic, ein wanc
5 Walther von der Vogelweide: Si wunderwol gemachet wîb
6 Neidhart: Sumer, wis enphangen
7 Wilder Alexander: Ein trûreclîchez clagen
8 Heinrich von Veldeke: Manigem herzen tet der kalte winter leide
9 Heinrich von Morungen: Sin hiez mir nie widersagen
10 Gottfried von Neifen: Sælig sî diu heide!
11 Ulrich von Liechtenstein: Sumervar
12 Steinmar: Sumerzît, ich fröwe mich dîn
13 Heinrich Hetzbold von Weißensee: Wol mich der stunde

Körner, Spiegelstollen und Waisenterzinen: Formexperimente

14 Dietmar von Eist: Slâfest dû, friedel ziere?
15 Friedrich von Hausen: Ich muoz von schulden sîn unvrô
15a Friedrich von Hausen: Ez wære ein wunneclîchiu zît
16 Bernger von Horheim: Mir ist alle zît, als ich fliegende var
17 Bernger von Horheim: Nû lange ich mit sange die zît hân gekündet
18 Reinmar: Sô ez iender nâhet deme tage
19 Heinrich von Morungen: Ich hôrte ûf der heide
20 Walther von der Vogelweide: Diu welt was gelf, rôt unde blâ
21 Walther von der Vogelweide: Ich minne, sinne, lange zît
22 Gottfried von Neifen: Hî, wie wunnenclîch diu heide
23 Ulrich von Liechtenstein: Wizzet, vrouwe wol getân
24 Ulrich von Winterstetten: Komen ist der winter kalt
25 Der Tannhäuser: Stæter dienest der ist guot
26 Konrad von Würzburg: Swâ tac erschînen sol zwein liuten

Wer spricht? Minnesang als Rollenlyrik

27 Der von Kürenberg: Ich stuont nehten spâte
28 Meinloh von Sevelingen: Ich sach boten des sumers
29 Dietmar von Eist: Ûf der linden obene
30 Friedrich von Hausen: In mînem troume ich sach
31a Albrecht von Johansdorf: Dâ gehoeret manig stunde zuo
31b Albrecht von Johansdorf: Wie sich minne hebt, daz weiz ich wol
32 Albrecht von Johansdorf: Guote liute, holt
33 Hartmann von Aue: Diz wæren wunneklîche tage
34 Reinmar: Lieber bote, nû wirbe alsô
35 Reinmar: Er hât ze lange mich gemiten
36 Walther von der Vogelweide: Bin ich dir unmære
37 Wolfram von Eschenbach: Sîn klâwen
38 Neidhart: Ein altiu diu begunde springen
39 Burkhard von Hohenfels: Mich müet, daz sô manger sprichet
40 Gottfried von Neifen: Sol ich disen sumer lang
41 Der Tannhäuser: Gegen disen wînnahten
42 Heinrich von Breslau: Ich clage dir, meie, ich clage dir, sumer wunne

Ich minne, ich singe: Selbstreferentialität im Minnesang

43 Ulrich von Gutenburg: Ich hôrte ein merlikîn wol singen
44 Rudolf von Fenis: Mit sange wânde ich mîne sorge krenken
45 Heinrich von Morungen: Leitlîche blicke und grôzlîche riuwe
46 Heinrich von Morungen: Ich wæne, nieman lebe, der mînen kumber weine
47 Walther von der Vogelweide: Ir sult sprechen willekomen!
48 Walther von der Vogelweide: Ir reiniu wîp, ir werden man
49 Ulrich von Singenberg: Rehter liebe ûz stætem muote
50 Neidhart: Uns wil ein sumer komen
51 Ulrich von Winterstetten: Ist iht mêre schoenes

Literarische Kommunikation I: Kontrafakturen und andere intertextuelle Bezüge

52 Chrétien de Troyes: D’Amors, ke m’ait tolut a moy
53 Heinrich von Veldeke: Tristran muose sunder sînen dank
54 Bernger von Horheim: Nû enbeiz ich doch des trankes nie
55 Kaiser Heinrich: Ich grüeze mit gesange die süezen
56 Heinrich von Veldeke: Si ist sô guot und ist sô schône
57 Heinrich von Morungen: Owê, sol aber mir iemer mê
58 Walther von der Vogelweide: Nement, frowe, disen cranz
59 Walther von der Vogelweide: Under der linden
60 Reinmar: Âne swære
61 Johannes Hadlaub: Wol der süezen wandelunge!
62 Hartmann von Aue: Maniger grüezet mich alsô
63 Steinmar: Ein kneht, der lag verborgen
64 Steinmar: Sît si mir niht lônen wil

Literarische Kommunikation II: Das Gespräch über Minne und Minnesang in der Zeit um 1200
(Reinmar, Walther, Morungen, Wolfram)

65 Reinmar: Vil sælig wart er ie geborn
66 Reinmar: Ich wirbe umbe allez, daz ein man
67 Reinmar: Ich wil allez gâhen
68a Reinmar: Langez swîgen hêt ich mir gedâht
68b Walther von der Vogelweide: Lange swîgen, des hât ich gedâht
69 Walther von der Vogelweide: Ein man verbiutet ein spil âne pfliht
70 Walther von der Vogelweide: Mir tuot einer slahte wille
71 Heinrich von Morungen: Solde ich iemer frowen leit
72 Heinrich von Morungen: Si hât mich verwunt
73 Reinmar: Herzeklîcher vröide wart mir nie sô nôt
74 Wolfram von Eschenbach: Ein wîp mag wol erlouben mir

Von der Liebe erzählen: Tagelied – Pastourelle – Erzähllied

75 Wolfram von Eschenbach: Den morgenblic bî wahtæres sange erkôs
76 Burggraf von Lienz: Ez gienc ein juncvrouwe minneklîch
77 Carmen Buranum 185: Ich was ein chint so wolgetan
78 Neidhart: Wie sol ich die bluomen überwinden
79 Gottfried von Neifen: Uns jungen mannen mag
80 Kol von Niunzen: Nû jârlanc stêt vil hôhe mîn muot
81 Der Tannhäuser: Der winter ist zergangen
82 Reinmar: Went ir hoeren?
83 Gottfried von Neifen: Ez fuor ein büttenære
84 Johannes Hadlaub: Ach, mir was lange
85 Johannes Hadlaub: Ach, ich sach si triuten wol ein kindelîn

Anhang
Auswahl und Anordnung der Lieder
Editionsgrundsätze und Einrichtung der Ausgabe
Zu Übersetzung und Kommentar
Kommentar zu den einzelnen Liedern
Verzeichnis der Handschriften
Abgekürzt zitierte Literatur
Weitere Literatur
Weitere Abkürzungen
Verzeichnis der Liedanfänge
Die Lieder in chronologischer Ordnung
Konkordanz mit MF, L, CB, KLD, Sieb., SM und Schr.
Dank