Büchner, Georg: Dantons Tod
(E-Book)

Reclam XL – Text und Kontext
Hrsg.: Kellermann, Ralf
2 Abb.
EPUB (mit unsichtbarem Wasserzeichen geschützt).
Für PC/Mac/E-Reader/Tablet.
ISBN: 978-3-15-960174-8
3,49 €

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Die Reihe Reclam XL – Text und Kontext bietet Klassikertexte mit Kommentar und ist damit speziell auf die Bedürfnisse des Deutschunterrichts zugeschnitten. Die Bände haben nicht nur ein größeres Format als die Universal-Bibliothek, sie sind vor allem auch inhaltlich gewachsen. Auf die sorgfältig edierten Texte folgt ein Anhang mit Materialien, die das Verständnis des Werkes erleichtern und Impulse für Diskussionen im Unterricht liefern: Text- und Bilddokumente zu Quellen und Stoff, zur Biographie des Autors, zu seiner Epoche sowie zur Rezeptionsgeschichte. Die Herausgeber sind erfahrene Schulpraktiker, die die Materialien nach den gegenwärtigen Erkenntnissen von Germanistik und Schuldidaktik für jeden Band neu erarbeitet haben.

Die Bände von Reclam XL sind im Textteil identisch mit denen der Universal-Bibliothek. UB- und XL-Ausgaben sind also nicht nur im Unterricht nebeneinander verwendbar – es passen auch weiterhin alle Lektüreschlüssel, Erläuterungsbände und Interpretationen dazu.

Hinweis zu dieser E-Book-Ausgabe: Im E-Book wird verwiesen auf die Seitenzahlen der Printausgabe XL 19037 und der Ausgabe in der Universal-Bibliothek UB 6060:
Reclam XL - Text und Kontext: Büchner, Georg: Dantons Tod.
Reclams Universal-Bibliothek: Büchner, Georg: Dantons Tod.

Weitere Informationen zur Reihe, eine Übersicht über alle XL-Titel und einen Blick ins Buch von Reclam XL Iphigenie auf Tauris
finden Sie hier.
Dantons Tod. Ein Drama

Anhang

1. Zur Textgestalt

2. Anmerkungen

3. Die Französische Revolution: eine Zusammenfassung
3.1 Der Weg vom Absolutismus bis zur konstitutionellen Monarchie (1789-1791)
3.2 Die Herrschaft von Jakobinern und Girondisten
3.3 Der Terror (1793-1794) und das Ende der Revolution (1794-1799)
3.4 Revolutionäre Gruppen und Klubs

4. Materialien für die Interpretation
4.1 Einleitung
4.2 Büchners Leben
4.3 Dantons Tod - (k)eine Aussage zur Revolution? Stimmen der Forschung
4.3.1 Viëtor
4.3.2 Franzos
4.3.3 Lukács
4.4 Politische Aussagen von Georg Büchner
4.4.1 Aus einem Brief an die Familie, Straßburg, den 5. April 1833
4.4.2 Georg Büchner und Friedrich Ludwig Weidig, Der Hessische Landbote
4.4.3 Der Fatalismus der Geschichte: ein Brief an die Braut
4.4.4 Ein Brief an Karl Gutzkow
4.5 Büchners Verhältnis zu den Idealen der deutschen Klassik
4.5.1 »Die sogenannte Unsittlichkeit meines Buches«: zwei Briefe Büchners an die Familie
4.5.2 Friedrich Schiller, »Über das Pathetische«
4.5.3 »Edles« und »Gemeines« im Widerstreit: Auszug aus Schillers Wilhelm Tell
4.6 Büchners Nutzung der historischen Quellen
4.6.1 Dantons Tod und Passagen aus der Zeitschrift Unsere Zeit
4.6.2 Dichterische Freiheit? Die Frauengestalten zwischen Geschichte und Dichtung
4.7 Warum inszeniert man Dantons Tod im 21. Jahrhundert? Kommentar zu den leitenden Ideen einer neueren Inszenierung

5. Literaturhinweise
5.1 Einführendes zu Büchner und zu Dantons Tod
5.2 Einführendes zur Französischen Revolution
Georg Büchner, 17. 10. 1813 Goddelau bei Darmstadt – 19. 2. 1837 Zürich.
Seit der Ernennung des Vaters zum Assessor des Großherzoglichen Medizinalkollegs 1816 lebte die Familie in Darmstadt. Nach der Schulzeit ging B. 1831 zum Medizinstudium nach Straßburg; hier verlobte er sich 1832 heimlich mit der Pfarrerstochter Minna Jaeglé. Im Herbst 1833 setzte er sein Studium an der Landesuniversität Gießen fort, wie es die Gesetze des Großherzogtums erforderten. Er beschäftigte sich mit Philosophie und der Geschichte der Französischen Revolution, lernte den Butzbacher Rektor Friedrich Ludwig Weidig, den führenden oberhessischen Oppositionellen, kennen und entschied sich im Frühjahr 1834 für die sozialrevolutionäre Agitation (Gründung von Sektionen der geheimen Gesellschaft für Menschenrechte in Darmstadt und Gießen, Entwurf der von Weidig dann abgeschwächten und von den Gießener Sektionsmitgliedern verteilten Flugschrift Der Hessische Landbote). Angesichts der polizeilichen Verfolgungsmaßnahmen kehrte B. im September 1834 nach Darmstadt zurück, wo er sich äußerlich wissenschaftlichen Studien widmete, zugleich jedoch die Sektion der Menschenrechte leitete, mit dieser Pläne zur Gefangenenbefreiung vorbereitete und das Drama Dantons Tod schrieb. Nachdem er mehrere gerichtliche Vorladungen ignoriert hatte, floh er im Frühjahr 1835 nach Straßburg. Hier verband er literarische Arbeiten (Übersetzung von Dramen Victor Hugos; Leonce und Lena, Lenz, Woyzeck) mit dem Studium der Medizin, der Naturwissenschaften und der Philosophie. Für die Abhandlung Sur le système nerveux du barbeau erhielt er am 3. 9. 1836 den Doktorgrad der Philosophischen Fakultät der Universität Zürich. Im Oktober siedelte er nach Zürich über, wo er nach einer Probevorlesung »Über Schädelnerven« am 5. 11. 1836 als Privatdozent zugelassen wurde. Ende Januar 1837 erkrankte er an Typhus. Zu seinen Lebzeiten erschienen neben der revolutionären Flugschrift nur die Hugo-Übertragungen und, in einer von K. Gutzkow entstellten Form, das Drama Dantons Tod. Es behandelt, z. T. Quellenzitate montierend, einen Ausschnitt aus der Spätphase der jakobinischen Herrschaft, demaskiert die Motivationen, Selbsttäuschungen, Rollenspiele, die großen Gesten, die revolutionären Phrasen der Akteure und demonstriert zugleich den »gräßlichen Fatalismus der Geschichte«. Mit Leonce und Lena, aus Anlass eines Preisausschreibens des Cotta-Verlages 1836 entstanden, gelang B. eine die romantische Ironie potenzierende, anspielungsreiche, melancholische Literaturkomödie, die zugleich als Gesellschaftssatire zu verstehen ist. Fragment blieb der erst 1879 von K. E. Franzos in seiner Büchner-Ausgabe veröffentlichte Woyzeck (Franzos las fälschlich Wozzeck), ein in thematischer wie stilistischer Hinsicht revolutionäres Stück, das einen vorindustriellen Pauper, einen in die Psychose und zum Mord getriebenen Menschen zum Helden hat und die Frage nach der Verantwortlichkeit von Moral, Religion, Wissenschaft und Gesellschaft für diese Leidensgeschichte stellt. Wie Woyzeck beruht auch B.s einzige Erzählung, Lenz, auf historischem Material, der Krankengeschichte des Sturm-und-Drang-Dichters J. M. R. Lenz, von B. zu einem seelischen Seismogramm gestaltet und kunstvoll aus einer Perspektive erzählt, bei der die Grenzen von Innen- und Außenwelt, von Vernunft und Wahnsinn zu zerfließen scheinen.

In: Reclams Lexikon der deutschsprachigen Autoren. Von Volker Meid. 2., aktual. und erw. Aufl. Stuttgart: Reclam, 2006. (UB 17664.) – © 2001, 2006 Philipp Reclam jun. GmbH & Co., Stuttgart.
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