Hinsch, Wilfried: Die gerechte Gesellschaft
(E-Book)

Eine philosophische Orientierung
3 schw.-w. Abb.
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ISBN: 978-3-15-960991-1
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Wer kann eigentlich soziale Gerechtigkeit in einer Gesellschaft fordern? Und aus welchen Gründen? Und wie hat sich unser Gerechtigkeitsverständnis entwickelt?
Für die einen ist die Idee der sozialen Gerechtigkeit zu einem Rechtfertigungsgrund für Forderungen ökonomischer und sozialer Gleichheit geworden. Für die anderen zu einem ideologischen Trugbild und einer Gefahr für Freiheit und Marktwirtschaft.

In der Philosophie legte Aristoteles die Grundlagen. Weiterentwickelt von Thomas von Aquin entstand daraus im 19. Jahrhundert die katholische Soziallehre. Ebenso wichtig wurde der Utilitarismus mit seiner Vorstellung vom größten Glück der größten Zahl sowie Karl Marx’ Kapitalismuskritik. John Rawls schließlich entwickelte in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts seine Konzeption der Gerechtigkeit als Fairness: Diese erklärt nicht nur, warum soziale Gerechtigkeit eine wohlbegründete moralische Forderung ist. Sie zeigt auch, wie sie in einer freiheitlich demokratischen Gesellschaft verwirklicht werden kann. Wer hat Recht?
Vorwort

Die Ungerechtigkeit zuerst

Das aristotelische Paradigma
Subjektivität | Interpersonalität | Legalität | Die aristotelische Klassifikation | Die austeilende Gerechtigkeit | Die ausgleichende Gerechtigkeit | Egalität | Tauschgerechtigkeit | Korrektive Gerechtigkeit | Gleichheit bei Thomas von Aquin

Das utilitaristische Paradigma
Hedonisches Glück | Individualismus, Aggregation, Maximierung | Hedonismus und Konsequentialismus | Präferenzutilitarismus | Egalitarismus, Unparteilichkeit und materielle
Ungleichheit | Die Tendenz zur Gleichverteilung und die individuellen Ansprüche | Das Problem der adaptiven Präferenzen | Gerechtigkeit in Mills Utilitarismus | Gerechtigkeit, Rechte und Glücksmaximierung | Die Tugenden und das Glück | Höhere und niedere Arten hedonischen Glücks

Die Idee der sozialen Gerechtigkeit
Historischer Hintergrund | Ein wichtiger Wegbereiter: Condorcet | Kapitalismus- und Gerechtigkeitskritik bei Marx | Distributive und kommutative Gerechtigkeit | Hayeks Kritik der sozialen Gerechtigkeit | Nozicks historische Gerechtigkeitskonzeption | Interpersonelle Gerechtigkeit und Hintergrundgerechtigkeit

Rawls’ Konzeption der Gerechtigkeit als Fairness
Antagonistische Kooperation | Urzustand und »Schleier der Unwissenheit« | Der Begriff der moralischen Person | Die Grundgüter | Das Differenzprinzip | Eine liberale und egalitäre
Konzeption der Hintergrundgerechtigkeit

Anmerkungen
Bibliografie
Schlüsselbegriffe
Zeittafel
Danksagung
Wilfried Hinsch, geb. 1956, ist Professor für Philosophie an der Universität Köln; seine Arbeitsschwerpunkte sind Politische Philosophie, Sozialphilosophie und Ethik.
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