Nietzsche, Friedrich: Über Wahrheit und Lüge im außermoralischen Sinne

Nietzsche, Friedrich: Über Wahrheit und Lüge im außermoralischen Sinne

[Was bedeutet das alles?]
Hrsg., Komm. und Nachw.: Sina, Kai
93 S.
ISBN: 978-3-15-019308-2
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Sprache ist für Nietzsches Philosophie von zentraler Bedeutung. Umso erstaunlicher, dass sich sprachphilosophische Äußerungen nur in einzelnen Werkabschnitten, Notizen und Fragmenten, in Aufzeichnungen und Aphorismen verstreut wiederfinden.

Einzige Ausnahme ist Über Wahrheit und Lüge im aussermoralischen Sinne. Darin befasst sich Nietzsche mit der Entstehung der Sprache und mit ihrer Relevanz für die menschliche Selbst- und Welterkenntnis. Die kurze Schrift ist daher ein Schlüsseltext, der für das Verständnis der lebenslangen Sprachreflexionen und der gesamten Philosophie Nietzsches immens wichtig ist.

Über Wahrheit und Lüge wird hier erstmals ausführlich kommentiert. Ein Nachwort erläutert Quellen und Einflüsse von Nietzsches Text, seinen Inhalt und zentrale Argumentationslinien sowie seine Rezeption und Wirkung.
Über Wahrheit und Lüge im aussermoralischen Sinne

Anhang

Zusätzliche Quellen:
a) über das Pathos der Wahrheit
b) Darstellung der antiken Rhetorik § 3. Verhältnisse des Rhetorischen zur Sprache
c) Wie die »wahre Welt« endlich zur Fabel wurde
d) Nachgelassenes Fragment (Sommer – Herbst 1884)

Zu dieser Ausgabe

Anmerkungen

Nachwort

Literaturhinweise
Friedrich Nietzsche (15.10.1844 Röcken bei Lützen [Sachsen] – 25.8.1900 Weimar) prägte mit seiner Philosophie ganze Generationen von Literaten, zu deren bekanntesten Thomas Mann gehört. Bereits während seiner Altphilologie-Professur in Basel zwangen ihn gesundheitliche Probleme 1879 in die Frühpensionierung. Dies gilt als Auftakt einer langen Krankheitsgeschichte, die mit dem berühmten Zusammenbruch in Turin 1889 einen Höhepunkt findet. Als Grund wird eine Progressive Paralyse als Folge einer Syphilis-Erkrankung ausgemacht. Kern von Nietzsches »Philosophie mit dem Hammer« ist die Auflösung aller starren Denkmuster. Diese verdichtet sich in prägnanter Weise in einer Mischform aus Prosa und Lyrik – den Aphorismen. Seine frühe Einsicht, dass es keine absoluten Wahrheiten und Werte gibt, führte ihn zum Nihilismus und zur »Umwertung aller Werte«. Diese gipfelt in seinem Spätwerk »Also sprach Zarathustra« in einer Überwindung aller Schranken und mündet in absoluter Lebensbejahung. Maßgeblich hierfür ist der von ihm geformte Begriff des »Übermenschen«.

Der Herausgeber:
Kai Sina, geboren 1981, ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter für Neuere deutsche Literaturwissenschaft an der Universität Göttingen.
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