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Wersin, Michael: Bach hören. Eine Anleitung
2010Geb. mit Schutzumschlag. Format 12,2 x 19,5 cm. 176 S. mit 22 Abb. und 26 Notenbsp.
ISBN: 978-3-15-010779-9
EUR (D): 19,95 *
EUR (A) 20,50 / CHF 28,50
Hörbeispiele zu den Notenbeispielen aus Bach hören zum Anhören und Herunterladen finden Sie hier.
Die book2look-Leseprobe gibt Ihnen außerdem die Möglichkeit, das Buch per Mail zu empfehlen, in Ihre Seite bei Facebook, MySpace, Twitter, StudiVZ und SchülerVZ einzubinden und vieles mehr.
Inhaltsverzeichnis
Präludium1. Meisterschaft auch in der kleinen Form: Die Inventionen und Sinfonien als Unterrichtsmaterial
2. Kopieren, Studieren, Präludieren: Gottes-Dienste auf der Orgelbank
3. Bach sorgt für gute Stimmung: Ein kleiner Exkurs zur Tonartenphysik im Barockzeitalter
4. Ein Mikrokosmos sprengt den Horizont: Das Wohltemperirte Clavier
5. »Soli Deo Gloria«: Bach bekennt sich zum christlichen Glauben
6. »O Jesu, komm nur bald«: Glaubenskraft und theologischer Tiefgang in Bachs geistlichen Kantaten
7. Das Kaffeehaus als Podium für eine neue Gattung: Das Cembalo-Concerto d-Moll
8. Aus Alt mach Neu: Bachs Parodieverfahren in der Messe h-Moll
9. Auf dem Weg zur Vollendung: Die Goldbergvariationen und die Kunst der Fuge
Biographie
Literaturhinweise
CD-Tips
Abbildungsnachweis
Verzeichnis der Personen und Werke
Zum Autor
Autorinformation
Michael Wersin, geb. 1966, ist Dozent für kirchenmusikalische Fächer in St. Gallen und Luzern, tritt als Sänger und Continuo-Organist mit verschiedenen Profi-Ensembles auf und schreibt als Musikjournalist u. a. für das Klassikmagazin RONDO.
Pressestimmen
Die in den musik- wie kulturhistorischen und aufführungspraktischen Kontext eingebettete Darstellung verbindet auf schlüssige Weise Werk- und Lebensgeschichte mit musikologischen Erkenntnissen, weiht den Leser in Bachs Unterrichts- und Orgeldienstpraxis ein und bietet aufschlussreiche Informationen zur Theologie im Barock, als noch nicht die sakrale von der profanen Sphäre getrennt war. Hauptanliegen von Michael Wersin ist es aber, den Leser zu sensibilisieren für die Genialität, mit der Bach – ganz gleich in welcher Gattung – den barocken Musikstil perfektionierte und dabei doch immer demütig gegenüber seinem Schöpfer blieb.Rhein-Neckar-Zeitung
Wersin lässt sich in diesem anspruchsvollen, höchst lesenswerten Buch von der Frage leiten, wie Bach es geschafft hat, eine Tonsprache zu entwickeln, die nicht nur seinerzeit hochmodern war, sondern der viele einen zeitlosen Aspekt eingeschrieben sehen (…). Die erhellende Reise durch Bachs Universum endet mit einem Essay über Vollendung und Fülle in der "Kunst der Fuge".
Neue Chorzeit
Alle Kapitel können für sich genommen gelesen werden und eignen sich zur Vorbereitung auf einen Konzertbesuch oder ein anderes "Hör"-Erlebnis, sie sind zwischen 10 und 20 Seiten lang und gehen analytisch in die Tiefe, ohne zu überfordern. … Auch sprachlich ist das Buch sehr gelungen, was die Lektüre doppelt reizvoll macht. Für Musikbibliotheken und deren Publikum sehr zu empfehlen!
Forum Musikbibliothek – Beiträge und Informationen aus der musikbibliothekarischen Praxis
Der in Neusäß lebende Musikpublizist Michael Wersin versteht sich auf den Spagat, fundierte Sachkenntnisse auszubreiten, ohne dabei seine Leser mit allzu Speziellem zu überfordern. Das gilt auch für sein neues Buch mit dem Titel "Bach hören". (…) Wobei Wersin keineswegs trockene Analyse betreibt, lieber das imposante geistige Gerüst hinter den Klängen sichtbar macht, insbesondere hinsichtlich der theologischen Beziehungen. Aber nicht nur Bachs geistliche Musik wird betrachtet, sondern auch das umfangreiche weltlich-konzertante und solistische Werk. Eine Biografie in Stichworten und ein Dutzend CD-Hinweise ergänzen diese klug projektierte Einführung.
Augsburger Allgemeine
Das Buch ist äußerst gelungen, weniger eine pedantische "Anleitung", als ein charmanter Streifzug durch den bachschen Kosmos. Bachs Wirken als Organist, als Lehrer, als Kaffeehausmusiker, als Kantatenkomponist, als selbstzwecklicher Kontrapunktiker wird fokusartig anhand einzelner Werke in den Blick genommen und am Einzelphänomen so plastisch, tiefgründig und mit allen Referenzen zur barocken Vorstellungswelt entfaltet, dass man meint, eine ganze Bach-Biographie gelesen zu haben. Der Autor agiert souverän auf dem aktuellen Stand der Fachwissenschaft, zudem ohne Scheuklappen gegenüber vermeintlich abseitigen Tendenzen der "theologischen Bachforschung" und schreibt dabei so gefällig im Wortsinne, dass Kenner wie Liebhaber voll auf ihre Kosten kommen, so sie das Büchlein nicht von wohlgefälligen Mitmenschen geschenkt bekommen haben, was hiermit als Akt musikalischer Nächstenliebe nachdrücklich empfohlen sei.
Musik & Kirche
Tief in barocker Anschauung verwurzelt und dennoch zeitlos erscheint uns die Musik Johann Sebastian Bachs. Eine allgemeinverständlich gehaltene Annäherung an diese faszinierende Musik und an den Menschen, der sie geschaffen hat, versucht das vorliegende Buch zu leisten. Dies ist vom Standpunkt unserer heutigen Zeit aus gesehen, der ja einen völlig anderen Blickwinkel bietet als das Barockzeitalter, ein gar nicht einmal so leichtes Unterfangen, das vom Autor aber souverän gemeistert wurde.
(…) 'Bach hören' bietet eine gelungene Einführung in die barocke Welt des Johann Sebastian Bach und ist jedem Musikliebhaber uneingeschränkt zu empfehlen.
www.sandammeer.de
Man kennt und schätzt Wersin mittlerweile als Publizisten, der es versteht, musikwissenschaftliche Sachverhalte anschaulich und unterhaltsam darzulegen. Nicht nur die Fachwelt, auch der interessierte Laie darf sich angesprochen fühlen, wenn der 44-jährige detailreiche Quellenstudien und profundes Wissen bündelt.
Westfalen-Blatt
Mit überlegtem Konzept des Aufbaus wie der Vermittlung schält der Autor aus der gewaltigen Stofffülle die für ein vertieftes Verständnis unerlässlichen Aspekte heraus. Dabei folgt er (wo sinnvoll auch mit Vor- oder Rückgriffen) den Lebensspuren Bachs, konzentriert sich jedoch vornehmlich auf Werke, die typisch sind für Bachs Einstellung und repräsentativ für Gattungen und Stile in dessen Oeuvre. In vorbildlicher Art greifen Theorie und Praxis ineinander, sind die Fachtermini, die Ästhetik des Hörens, die Tonartenphysik im Barockzeitalter, das Parodieverfahren, das Solo-Concerto, die Fuge oder auch die Spracheigenheiten jener Epoche für Laien verständlich erläutert. Wersin zieht Notenbeispiele heran, Ausschnitte oder ganze Sätze, an denen er die Charakteristika der Inventionen und Sinfonien aufzeigt. (…) In frischem Zugriff und ohne didaktischen Klumpfuß gelingt es Wersin, Bach in den Bedingungen seiner Zeit zu charakterisieren (auch mittels Dokumenten und Anekdoten) und das Zeitlose in seiner Kunst zu erfassen. (…) Immer häufiger besinnen sich Autoren und Verlage auf die sinnvolle Möglichkeit, in Buchform Gedrucktes mit Informationen (Illustrationen, Klangbeispielen) aus dem Internet zu verbinden. Bei "Bach hören" erweist sich der Zugriff auf MP3-Audiodateien via Verlagshomepage als Zusatznutzen vorab für im Notenlesen weniger Geübte, die so alle im Buch gedruckten Notenbeispiele akustisch erfahren können.
Codex Flores
Barocker Musikstil in höchster Vollendung: „Bach hören“ – Michael Wersin erforscht die Musikstruktur und zugleich den kulturhistorischen wie aufführungspraktischen Kontext.
Neues Deutschland
Wersin hat den Anspruch, sowohl Laien als auch musiktheoretisch versierten Hörern das Rüstzeug zu vermitteln, das zum tieferen Verständnis von Bachs Musik notwendig ist. (…) Wersin bezieht sich auf neue Erkenntnisse in der Bachforschung und erwähnt auch die Notenhandschrift-Funde in der Anna-Amalia-Bibliothek von 2006.
Thüringer Allgemeine
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