Cicero, Marcus Tullius: Über den Staat

Cicero: Über den Staat

Übers.: Sontheimer, Walther. 189 S.
ISBN: 978-3-15-007479-4
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In Ciceros großem Dialog werden tragende Elemente jeder Staatstheorie diskutiert: Welche Regierungsformen gibt es (Monarchie, Aristokratie, Demokratie) in ihrer idealen Ausprägung und ihren Fehlentwicklungen? Daneben werden das Modell vom Kreislauf der Verfassungen und das Konzept der Mischverfassung besprochen, dessen Wirkung auf die politische Geschichte des Westens kaum zu überschätzen ist.
Cicero (Marcus Tullius Cicero, 3. Januar 106 v. Chr. Arpinum – 7. Dezember 43 v. Chr. Caieta), Anwalt, Dichter und Philosoph, kam aus der Provinz und legte in Rom aufgrund seines rednerischen Talents eine politische Blitzkarriere hin. So brachte er es ›suo anno‹ – zum frühestmöglichen Zeitpunkt für dieses Amt – zum Konsul. Sein Werk ist umfangreich und vielfältig: Als Politiker ruft er in den Philippischen Reden zur Verteidigung gegen den Makedonischen König Philipp auf oder beendet etwa durch seine Reden In Catalinam (Reden gegen Catalina) die Catalina-Verschwörung. Für Letzteres wurde er mit dem Ehrentitel Pater patriae (Vater des Vaterlandes) belohnt. In Werken wie De re publica (Vom Staat) und De officiis (Vom pflichtgemäßen Handeln) widmet er sich der politischen Philosophie. Daneben existieren auch Verteidigungsreden wie etwa Pro Archia Poeta, in der er dem Dichter Archias durch seine beherzte Verteidigung das Bürgerrecht erhält. Von den einen als größter Redner seiner Zeit gefeiert, machte er sich zahlreiche politische Feinde – seine Feindschaft zu Antonius kostete ihn letztendlich das Leben.