Seneca, Lucius Annaeus: Apocolocyntosis / Die Verkürbissung des Kaisers Claudius

Seneca: Apocolocyntosis / Die Verkürbissung des Kaisers Claudius

Lat./Dt. Hrsg. u. Übers.: Bauer, Anton. 94 S.
ISBN: 978-3-15-007676-7
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Seneca war von Claudius verbannt worden. Kein Wunder, daß er den Kaiser haßte. Als dieser starb, mußte der Philosoph die Leichenrede verfassen, die dann Kaiser Nero, der Nachfolger, vortrug: »De mortuis nil nisi bene.« Mit der später anonym veröffentlichten Apocolocyntosis machte Seneca schließlich jedem Leser überdeutlich, was er von Kaiser Claudius hielt.
Seneca (Lucius Annaeus Seneca, auch Seneca der Jüngere genannt, zwischen 4 v. Chr. und 1 n. Chr. Cordova/Cordoba – April 65 n. Chr. bei Rom) war unter den Kaisern Caligula und Claudius als Anwalt, Quästor und Senator tätig. Im Jahre 41 ins Exil nach Korsika geschickt, wurde er acht Jahre später zur Erziehung Neros nach Rom zurückberufen. Als Dichter beschäftigt sich Seneca in Medea, Oedipus und sieben weiteren Tragödien mit Stoffen aus dem griechischen Sagenkreis. Mit Apocolocyntosis (Die Verkürbissung des Kaisers Claudius) gelingt ihm ein bissiges und scharfzüngiges Pamphlet gegen Claudius, der ihn ins korsische Exil geschickt hatte. Als Philosoph vertritt er in seinen Briefen Epistulae morales ad Lucilius (Briefe an Lucilius über Ethik) sowie in seinen Abhandlungen, beispielsweise De vita beata (Vom glücklichen Leben) oder De tranquillitate animi (Von der Ausgeglichenheit der Seele) die Lehre der Stoa, die Leben und Tod mit Genügsamkeit, Weisheit und Gleichmütigkeit entgegentritt. In diesem Geist erscheint auch Senecas Ableben, wie es der Historiker Tacitus in seinen Annalen beschreibt: Seneca wird von Nero, der dem Lehrer zusehends entglitten war, der Teilnahme an der Pisonischen Verschwörung beschuldigt und zum Selbstmord gedrängt – einem Befehl, dem der Philosoph laut Tacitus stoisch Folge leistete.

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