Heinrich der Glîchezâre: Reinhart Fuchs

Heinrich der Glîchezâre: Reinhart Fuchs

Mhd./Nhd. Hrsg., Übers. u. Erl.: Göttert, Karl-Heinz. 184 S.
ISBN: 978-3-15-009819-6
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Reinhart Fuchs, Ende des 12. Jahrhunderts entstanden, ist das Werk eines nicht näher bekannten elsässischen Dichters, der im Ränkespiel der Tiere die fatalen Folgen unredlicher Gesinnung und törichten Verhaltens darstellt und der sich in dieser Übertragung als scharfer Beobachter und unerbittlicher Kritiker seiner Zeit übt.
Heinrich, Verfasser des mhd. satirischen Tierepos Reinhart Fuchs; der ihm gelegentlich zugeschriebene Beiname ›der Glîchezâre‹ (›der Gleisner‹) bezieht sich wohl eigentlich auf den Fuchs. Anspielungen auf Ereignisse während der Regierungszeit Kaiser Heinrichs VI. (1190–97) datieren die dezidiert antistaufische Dichtung auf die Zeit um 1195. Sie geht vom frz. Roman de Renart aus, formt jedoch aus den lockeren Episoden einen auf das schlimme Ende hinzielenden, genau komponierten Versroman von annähernd 2300 Versen. Die Satire kennt keine Schonung und trifft den höfischen Minnedienst ebenso wie Mönchsleben, Reliquienkult oder die Praxis der Heiligsprechung; ihr Zentrum hat sie jedoch in der Welt der Politik als ein Hort der Dummheit und Korruption.

In: Reclams Lexikon der deutschsprachigen Autoren. Von Volker Meid. 2., aktual. und erw. Aufl. Stuttgart: Reclam, 2006. (UB 17664.) – © 2001, 2006 Philipp Reclam jun. GmbH & Co., Stuttgart.