Keller, Gottfried: Der grüne Heinrich

Nach der ersten Fassung von 1854/55
Hrsg.: Drews, Jörg
Reclam Bibliothek. Leinen mit Schutzumschlag, Fadenheftung, Kapital- und Leseband. Format 12 x 19 cm. 910 S.
ISBN: 978-3-15-010934-2
9,95 €

inkl. MWSt., ggf. zzgl. Versandkosten
Versandkostenfrei in D ab einem Bestellwert von EUR 25

Lieferung zwischen Dienstag, 24.09.2019, und Donnerstag, 26.09.2019.

Informationen zu Bestellung, Vertragsschluss, Zahlung, Widerruf

Gottfried Kellers Roman bietet seinen Lesern eines der ganz großen Lektüreabenteuer. Der berühmte Bildungs- und Antibildungsroman zugleich steht in einer Reihe mit Moritz’Anton Reiser, Goethes Wilhelm Meisters Lehrjahre, Eichendorffs Ahnung und Gegenwart, Stifters Nachsommer, er ist aber psychologisch scharfsichtiger, desillusionierter, realitätsgesättigter, moderner als diese, sein Quantum an Dickköpfigem und Unzähmbarem, unmittelbar Sinnlichem sichert ihm wiederum eine Stellung als Geheimtipp im Romankanon. Von den beiden diametral unterschiedlichen Fassungen wurde hier, wie heute allgemein üblich, die erste gewählt, die diese Qualitäten ungeschliffen leuchten lässt, noch nicht matt poliert.
Gottfried Keller (19.7.1819 Zürich – 15.7.1890 Zürich) absolvierte eine Lehre als Vedutenmaler, studierte an der Münchner Kunstakademie, später Philosophie in Heidelberg. 1855 kehrte er in die Schweiz zurück und lebte zunächst ohne Einkommen bei seiner Mutter und seiner Schwester Regula, bis er 1861 Erster Stadtschreiber des Kantons Zürich wurde und ab 1876 als freier Schriftsteller lebte. Kellers Werke werden dem bürgerlichen Realismus zugeordnet, sein autobiographisch geprägter Roman Der grüne Heinrich führt die Tradition des Bildungsromans in skeptischer Weise weiter, sein bekanntester Novellen-Zyklus Die Leute von Seldwyla verbindet im »Keller-Ton« (den Ausdruck prägte Theodor Fontane) Realismus mit humorvoller Satire.