Kleist, Heinrich von: Robert Guiskard, Herzog der Normänner

Kleist, Heinrich von: Robert Guiskard, Herzog der Normänner. Studienausgabe

Hrsg.: Spoerhase, Carlos
104 S.
ISBN: 978-3-15-018833-0
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Kleist arbeitete über Jahre an einem Drama über den Normannenherzog Robert Guiscard, Robert der Verschlagene (gerade das besagt der Beiname). Der nach unsterblichem Ruhm gierende »Bräutigam der Siegesgöttin« wird vor der Eroberung von Byzanz wie seine Soldaten von der Pest dahingerafft, obwohl er sich immun glaubte. Immer wieder nahm Kleist Anläufe zu diesem Manuskript, mehrfach hat er Teile oder das Ganze verbrannt und dann doch wieder angefangen. Übrig blieb ein im Phöbus veröffentlichtes Fragment, Stoff und Dramenplan waren offenbar unmöglich zu bändigen, das Fragment gilt als ein »notwendiges«, als Inbegriff einer gebauten Ruine. Die neue Studienausgabe versammelt alle Textrelikte und Dokumente aus dem Entstehungsumfeld.
I. Robert Guiskard, Herzog der Normänner
(Fragment aus Phöbus)

II. Kommentar

III. Materialien
1. Kleists Guiskard-Epigramm
2. Briefe aus dem Guiskard-Umfeld
3. Karl Wilhelm Ferdinand von Funck: Robert Guiscard. Herzog von Apulien und Calabrien

IV. Zugänge
1. Datierungsversuche
2. Fragmentstatus
3. Intertextualität: Funck
4. Intertextualität: Cervantes?
5. Einige offene Fragen
6. Forschungsdiskussion
7. Auswahlbibliographie

V. Nachwort
Versuch, ein uneingelöstes Versprechen zu verstehen: Über die Fragmentarität des Robert Guiskard
Heinrich von Kleist (18. 10. 1777 Frankfurt a. d. O. – 21. 11. 1811 zwischen Potsdam und Berlin am heutigen Kleinen Wannsee) bewegte sich in romantischen Dichterkreisen, seine bis heute modern wirkenden Dramen und Erzählungen entziehen sich allerdings schematischen Stil- und Epochenzuordnungen.