Nietzsche, Friedrich: Menschliches. Aphorismen

[Was bedeutet das alles?]
Hrsg.: Sina, Kai
88 S.
ISBN: 978-3-15-019071-5
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Nietzsches wichtigste und bekannteste Aphorismen zum Thema »Mensch« drehen sich um das Ich des Menschen, seine Wahrnehmung, sein Sprechen und Denken, die Gesellschaft oder Freundschaft.
I. Selbst-Entdeckung
»diese Welt unsere Vorstellung« – Wesen der Dinge
»Das sogenannte ›Ich‹« – Wesen des Menschen
»was ein Mensch sichtbar werden lässt« – Maskierungen

II. Selbst-Abschätzung
»das Reden ins Allgemeine« – Sprechen und Denken
»im Verkehre mit Menschen« – Das »Ich« in Gesellschaft
»habt ihr keine andere Wahl?« – Menschentypen
»seine Lehrer an sich abbüßen« – Bindungen
»jenes zeitweilige Aushängen des kritischen Pendels« – Liebe
»Mitfreude, nicht Mitleiden« – Freundschaft
»was man versprechen kann« – Ehemänner und Ehefrauen
»zwei Schiffe, deren jedes sein Ziel und seine Bahn hat« – Trennung
»allein zu fliegen« – Vereinzelung
»alles, was da ist, sehr schön zu finden« – Sichtweisen
»Jahresringe der individuellen Kultur« – Werden und Vergehen
»die Schätzung des beschaulichen Lebens« – Regung und Ruhe
»der Ernst des Handwerks« – Begabung und Bemühung
»eine Form der großen Entzückung« – Kunst

III. Selbst-Veränderung
»Gehen wir ans Meer!« – Aus- und Aufbruchsbilder
»werde fort und fort, der, der du bist« – Erschaffung eines »Ich«
»periodische Wesen werden« – Verwandlungen eines »Ich«
»goldene Losung« – Lebensregeln

Textnachweise
Zum Autor
Friedrich Nietzsche (15.10.1844 Röcken bei Lützen [Sachsen] – 25.8.1900 Weimar) prägte mit seiner Philosophie ganze Generationen von Literaten, zu deren bekanntesten Thomas Mann gehört. Bereits während seiner Altphilologie-Professur in Basel zwangen ihn gesundheitliche Probleme 1879 in die Frühpensionierung. Dies gilt als Auftakt einer langen Krankheitsgeschichte, die mit dem berühmten Zusammenbruch in Turin 1889 einen Höhepunkt findet. Als Grund wird eine Progressive Paralyse als Folge einer Syphilis-Erkrankung ausgemacht. Kern von Nietzsches »Philosophie mit dem Hammer« ist die Auflösung aller starren Denkmuster. Diese verdichtet sich in prägnanter Weise in einer Mischform aus Prosa und Lyrik – den Aphorismen. Seine frühe Einsicht, dass es keine absoluten Wahrheiten und Werte gibt, führte ihn zum Nihilismus und zur »Umwertung aller Werte«. Diese gipfelt in seinem Spätwerk Also sprach Zarathustra in einer Überwindung aller Schranken und mündet in absoluter Lebensbejahung. Maßgeblich hierfür ist der von ihm geformte Begriff des »Übermenschen«.

Der Herausgeber:
Kai Sina, geboren 1981, ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter für Neuere deutsche Literaturwissenschaft an der Universität Göttingen.