Hebbel, Friedrich: Die Nibelungen

Hebbel, Friedrich: Die Nibelungen

Ein deutsches Trauerspiel in drei Abteilungen
192 S.
ISBN: 978-3-15-003171-1
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»Alle Momente des Trauerspiels«, schrieb Hebbel in einer ungedruckt gebliebenen Vorrede, »sind also durch das Epos selbst gegeben, wenn auch oft, wie das bei der wechselvollen Geschichte des alten Gedichts nicht anders sein konnte, in verworrener und zerstreuter Gestalt oder in sprödester Kürze. Die Aufgabe bestand nun darin, sie zur dramatischen Kette zu gliedern und poetisch zu beleben, wo es nötig war.«
Wídmung: Meiner Frau
Erste Abteilung: Der gehörnte Siegfried
Zweite Abteilung: Siegfrieds Tod
Dritte Abteilung: Kriemhilds Rache

Zu Hebbels »Nibelungen«
Friedrich Hebbel (18.3.1813 Wesselburen [Dithmarschen] – 13.12.1863 Wien) kam als Maurersohn aus ärmlichen Verhältnissen und bildete sich während seiner Anstellungen als Laufbursche sowie Schreiber eines Kirchenvogts autodidaktisch weiter – ein Jura-Studium im Jahre 1836 brach er ab. Hebbels Werke zeichnen sich durch ein Widerspiel verschiedener kultureller und gesellschaftlicher Gegensätze aus. Diese kommen im Drama Agnes Bernauer in der Heirat eines Herzogs mit der Tochter eines Baders zum Tragen. In dem Trauerspiel Maria Magdalena gerät Klara, Tochter eines Tischlermeisters, durch eine uneheliche Schwangerschaft in gesellschaftliche Bedrängnis. Bekannt ist Hebbel auch für seine Gedichte wie die Schauerballade Der Heideknabe, in dem ein Junge den an ihm verübten Mord voraussieht. Im Gegensatz hierzu stehen einfühlsame Gedichte wie das Liebesgedicht Ich und Du. Seine Tagebücher sind stark geprägt von Überlegungen zu Kunst und Philosophie.