La Roche, Sophie von: Geschichte des Fräuleins von Sternheim

La Roche, Sophie von: Geschichte des Fräuleins von Sternheim

Hrsg.: Becker-Cantarino, Barbara
400 S.
ISBN: 978-3-15-007934-8
9,00 €

inkl. MWSt., ggf. zzgl. Versandkosten
Versandkostenfrei in D ab einem Bestellwert von EUR 25

Lieferung zwischen Dienstag, 22.06.2021, und Donnerstag, 24.06.2021. Aufgrund der aktuellen Situation kann es zu längeren Versandlaufzeiten kommen.

Informationen zu Bestellung, Vertragsschluss, Zahlung, Widerruf

Sophie von La Roche entwirft in ihrer "Geschichte des Fräuleins von Sternheim", zuerst 1771 erschienen, die utopische Vision einer Frau, die die Werte und Bezugssysteme der höfisch-männlichen Gesellschaft des 18. Jahrhunderts durch eine ländlich-weibliche Gesellschaft ersetzt, die auf der Grundlage "übender Tugend" gedacht ist. Der Roman endet mit einer weiblichen Utopie.
Sophie La Roche (seit 1775: von; geb. Gutermann, 6.12.1730 Kaufbeuren, Allgäu – 18.2.1807 Offenbach) war die erste Berufsschriftstellerin, die von ihrer Arbeit leben konnte. Zudem war ihr unter Pseudonym erschienener Bestseller Die Geschichte des Fräuleins von Sternheim der erste deutschsprachige Roman einer Frau. Auch setzte sie sich als Herausgeberin mit ihrer Frauenzeitschrift Pomona durch. Eine berühmte Ratgeberkolumne dieser Zeitschrift war Briefe an Lina, in der Ratschläge in Briefform an eine fiktive, junge Frau gerichtet waren. Zarin Katharina die Große bestellte 500 Abonnements für ihre Hofdamen.
Sophie La Roche, Tochter eines Arztes, verlebte ihre Kindheit in Augsburg, wo sie streng pietistisch erzogen wurde. Die Verlobung mit einem italienischen Kollegen ihres Vaters scheitert aus konfessionellen Gründen; auch eine Verlobung mit Christoph Martin Wieland, mit dem sie ein Leben lang verbunden bleiben sollte, kommt nicht zustande. Sie heiratet 1753 den kurmainzischen Privatsekretär Georg Michael Frank La Roche, mit dem sie zunächst in Speyer lebt, 1786 dann nach Offenbach zieht. Sie reist in die Schweiz, nach Paris, Holland und England und hält ihre Erinnerungen in Tagebucheinträgen und Berichten fest. Ihr von Christoph Martin Wieland herausgegebener Roman Geschichte des Fräuleins von Sternheim – in der durch die Tugendhaftigkeit einer Frau Regeln der höfisch-männlichen Gesellschaft aufgebrochen werden – macht sie schlagartig berühmt, ihr Haus wird zu einem Hotspot bekannter Literaten. Zeit ihres Lebens steht La Roche in ihren Schriften für Aufklärung und Bildung ein. Daneben macht sie sich für die Gleichstellung von Frauen stark.