Heinse, Wilhelm: Ardinghello und die glückseligen Inseln

Heinse, Wilhelm: Ardinghello und die glückseligen Inseln

Kritische Studienausgabe. Hrsg., Nachw. u. Anm.: Baeumer, Max L. 719 S. 32 Bildtafeln.
ISBN: 978-3-15-009792-2
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Wilhelms Heinses 1787 – zunächst anonym – erschienenes Werk Ardinghello und die glückseligen Inseln gilt als der erste deutsche Künstler- und Renaissanceroman. Mit seinem berühmt-berüchtigten Briefroman, in dem Lust und Utopie ineinander übergehen, sicherte sich Heinse einen Namen unter den Romanciers der Goethezeit. Die Handlung um den Helden Ardinghello Frescobaldi, ein Florentiner Edelmann und Inbegriff des Renaissance-Menschen, die sich zwischen Venedig, Genua, Rom und griechischen Inseln abspielt, ist eine Verknüpfung bunter Episoden: Ardinghello wird wegen einer Familienfehde zum Mörder. Auf seiner Flucht verwickelt und verstrickt er sich in Entführungen, Raubüberfälle, Liebesverhältnisse und Staatsgeschäfte. Zusammen mit der gebildeten und geistreichen Fiordimona gründet er schließlich auf den Kykladen-Inseln Paros und Naxos eine Republik der Freiheit, der Liebe und des Genusses der Schönheiten von Natur und Kunst.

Kritische Studienausgabe. Mit 32 Bildtafeln, Textvarianten, Dokumenten zur Wirkungsgeschichte, Anmerkungen und einem Nachwort von Max L. Baeumer.
Wilhelm Heinse (15.2.1746 Langewiesen, Thüringen – 22.6.1803 Aschaffenburg), Sohn eines Stadtschreibers und späteren Bürgermeisters, ist ein deutscher Schriftsteller der Aufklärung. Der aus armen Verhältnissen stammende Heinse studiert ab 1766 in Jena und Erfurt. Er bleibt ohne Abschluss. J. W. L. Gleim vermittelt ihm 1772 eine Stelle als Hauslehrer in Halberstadt. Ab 1774 lebt er sechs Jahre lang bei den Dichter-Brüdern F. H. und J. G. Jacobi. 1780 geht er auf dreijährige Italienreise – zu Fuß. Inspiriert durch diese Reise schreibt er nach seiner Rückkehr den Roman Ardinghello und die glückseligen Inseln, der als erster deutscher Künstler- und Renaissanceroman gilt. Heinse wird Vorleser im Dienst des Erzbischofs und Kurfürsten von Mainz. Bis 1788 steigt er zum Bibliothekar und Hofrat auf. Im Zuge der Französischen Revolution zieht er mitsamt seiner Bibliothek nach Aschaffenburg um. In seinen Romanen wie dem Ardinghello oder Hildegard von Hohenthal spiegelt sich anhand ausschweifender Kunstbeschreibungen und ausgedehnter Dialoge Heinses Vorliebe für Kunstästhetik – besonders in Verbindung mit der Renaissance. Daneben verfasst er zahlreiche kunsthistorische Abhandlungen und übersetzt aus dem Lateinischen, Französischen und Italienischen. In seinen Notizbüchern treten Heinses antiklerikale und freiheitliche Haltungen zutage, die er vor der Öffentlichkeit verborgen gehalten hatte. Wilhelm Heinses Roman Anastasia und das Schachspiel lieferte die Vorlage des in Schachkreisen bekannten Mattmotivs »Anastasias Matt«.