Seneca: Briefe an Lucilius

Übers.: Gunermann, Heinz; Loretto, Franz; Rauthe, Rainer
Hrsg., Komm. und Nachw.: Giebel, Marion
Halbleinen, Lesebändchen. Format 12 x 19 cm
780 S.
ISBN: 978-3-15-011285-4
36,00 €

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Wenn wir der Natur folgen, brauchen wir weniger und leben zufriedener und gesünder – das lehren Senecas bald 2000 Jahre alte Briefe. Geradezu aktuell wirken die Beispiele, mit denen er darin seinem Freund Lucilius die Regeln für ein rechtes Leben gemäß der Stoa vermittelt: Muss man Delikatessen vom anderen Ende der Welt auf dem Tisch haben? Müssen denn alle Seeufer mit Luxusvillen zugebaut werden? Auch wer etwas über die römische Gesellschaft erfahren möchte, kommt bei der Lektüre auf seine Kosten. Denn wie kaum ein anderer wusste Seneca die Marotten seiner Zeitgenossen aufs Korn zu nehmen und ein lebendiges Bild vom Alltagsleben zu zeichnen.

Seneca war, als er dieses Briefwerk verfasste, bereits als Erzieher des Kaisers Nero gescheitert und hatte sich ins Privatleben zurückgezogen. Sein Ziel war es, der Nachwelt ein Kompendium der Philosophie als Lebenslehre zu hinterlassen – an Lucilius exemplifiziert er die einzelnen Stufen dieses Lehrgangs. Doch ist der Briefpartner auch höchst real: Seneca konnte nicht daran zweifeln, dass Nero ihn, seinen unbequemen Lehrer und Mahner, beseitigen würde (im Jahr 65 zwang er ihn tatsächlich zur Selbsttötung!), und Lucilius sollte die Briefsammlung in diesem Fall bewahren und verbreiten.

Gesamtausgabe mit ausführlichen Erläuterungen und Nachwort
1. Buch
1. Brief – 2. Brief – 3. Brief – 4. Brief – 5. Brief – 6. Brief – 7. Brief – 8. Brief – 9. Brief – 10. Brief – 11. Brief 12. Brief

2. Buch
13. Brief – 14. Brief – 15. Brief – 16. Brief – 17. Brief – 18. Brief – 19. Brief – 20. Brief – 21. Brief

3. Buch
22. Brief – 23. Brief – 24. Brief – 25. Brief – 26. Brief – 27. Brief – 28. Brief – 29. Brief

4. Buch
30. Brief – 31. Brief – 32. Brief – 33. Brief – 34. Brief – 35. Brief – 36. Brief – 37. Brief – 38. Brief – 39. Brief – 40. Brief – 41. Brief

5. Buch
42. Brief – 43. Brief – 44. Brief – 45. Brief – 46. Brief – 47. Brief – 48. Brief – 49. Brief – 50. Brief – 51. Brief – 52. Brief

6. Buch
53. Brief – 54. Brief – 55. Brief – 56. Brief – 57. Brief – 58. Brief – 59. Brief – 60. Brief – 61. Brief – 62. Brief

7. Buch
63. Brief – 64. Brief – 65. Brief – 66. Brief – 67. Brief – 68. Brief – 69. Brief

8. Buch
70. Brief – 71. Brief – 72. Brief – 73. Brief – 74. Brief

9. Buch
75. Brief – 76. Brief – 77. Brief – 78. Brief – 79. Brief – 80. Brief

10. Buch
81. Brief – 82. Brief – 83. Brief

11.–13. Buch
84. Brief – 85. Brief – 86. Brief – 87. Brief – 88. Brief

14. Buch
89. Brief – 90. Brief – 91. Brief – 92. Brief

15. Buch
93. Brief – 94. Brief – 95. Brief

16. Buch
96. Brief – 97. Brief – 98. Brief – 99. Brief – 100. Brief

17. und 18. Buch
101. Brief – 102. Brief – 103. Brief – 104. Brief – 105. Brief – 106. Brief – 107. Brief – 108. Brief – 109. Brief

19. Buch
110. Brief – 111. Brief – 112. Brief – 113. Brief – 114. Brief – 115. Brief – 116. Brief – 117. Brief

20. Buch
118. Brief – 119. Brief – 120. Brief – 121. Brief – 122. Brief – 123. Brief – 124. Brief

22. Buch
Auszüge aus Aulus Gellius, Noctes Atticae (Attische Nächte) 12,2,2–13

Anhang
Zu dieser Ausgabe
Anmerkungen
Verzeichnis der Eigennamen
Zeittafel
Übersicht über die Stoa und einige ihrer philosophischen Begriffe
Senecas erhaltene Werke
Literaturhinweise
Nachwort
Seneca (Lucius Annaeus Seneca, auch Seneca der Jüngere genannt, zwischen 4 v. Chr. und 1 n. Chr. Cordova/Cordoba – April 65 n. Chr. bei Rom) war unter den Kaisern Caligula und Claudius als Anwalt, Quästor und Senator tätig. Im Jahre 41 ins Exil nach Korsika geschickt, wurde er acht Jahre später zur Erziehung Neros nach Rom zurückberufen. Als Dichter beschäftigt sich Seneca in Medea, Oedipus und sieben weiteren Tragödien mit Stoffen aus dem griechischen Sagenkreis. Mit Apocolocyntosis (Die Verkürbissung des Kaisers Claudius) gelingt ihm ein bissiges und scharfzüngiges Pamphlet gegen Claudius, der ihn ins korsische Exil geschickt hatte. Als Philosoph vertritt er in seinen Briefen Epistulae morales ad Lucilius (Briefe an Lucilius über Ethik) sowie in seinen Abhandlungen, beispielsweise De vita beata (Vom glücklichen Leben) oder De tranquillitate animi (Von der Ausgeglichenheit der Seele) die Lehre der Stoa, die Leben und Tod mit Genügsamkeit, Weisheit und Gleichmütigkeit entgegentritt. In diesem Geist erscheint auch Senecas Ableben, wie es der Historiker Tacitus in seinen Annalen beschreibt: Seneca wird von Nero, der dem Lehrer zusehends entglitten war, der Teilnahme an der Pisonischen Verschwörung beschuldigt und zum Selbstmord gedrängt – einem Befehl, dem der Philosoph laut Tacitus stoisch Folge leistete.

Übersetzung, Kommentar und Nachwort von Marion Giebel:
Marion Giebel ist Klassische Philologin und arbeitet als freie Autorin, Übersetzerin und Herausgeberin. Sie ist bekannt durch zahlreiche altertumswissenschaftliche Publikationen und Rundfunksendungen über historische Gestalten oder kulturgeschichtliche Themen der griechisch-römischen Antike.
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