Heike monogatari. Die Erzählung von den Heike

Deutsche Erstübersetzung
Übers. von Björn Adelmeier
Nachw. von Stanca Scholz-Cionca
Geb. in Kartonhülse, Fadenheftung, Lesebändchen.
Format 16 × 24 cm
844 S. 40 doppelseitige Abb.
ISBN: 978-3-15-011385-1
80,00 €

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Historische Erzählung, Kriegerepos, Familiensaga, ethisch-moralische Unterweisung, buddhistische Initiationsgeschichte und Monument der japanischen Literatur – all das ist das HEIKE MONOGATARI.

Das Heike monogatari ist ein zentrales Werk der mittelalterlichen japanischen Literatur und von größter Bedeutung für die Kulturgeschichte Japans. Vom buddhistischen Zeitgeist geprägt, spiegelt das Epos die politischen Umbrüche des 12. Jahrhunderts wider, als die Macht vom Kaiserhaus und dem Hofadel unwiederbringlich auf den Samurai-Kriegerstand überging.
Die Erzählung von den Heike berichtet von Aufstieg, Herrschaft und Niedergang der Schwertadel-Dynastie der Heike, die in spektakulären Schlachten von dem konkurrierenden Geschlecht der Genji vernichtend geschlagen werden. Bildreich und in kraftvoller, vielseitiger Sprache kämpft ein großes Ensemble von Persönlichkeiten unterschiedlicher Sphären in einer sich unaufhaltsam wandelnden Welt um Macht und Würde, ringt mit Verlusten und Schuld.
Das Epos beschwört ein ursprüngliches, harmonisches Zusammenspiel von Konfuzianismus, Buddhismus und Shintôismus als Grundlage der japanischen Zivilisation. Anders als die meisten literarischen Werke des europäischen Mittelalters blieb das Heike monogatari über die Jahrhunderte lebendig, und es wird bis heute in der Bildenden Kunst wie auch in Literatur und Popkultur Japans breit rezipiert.

»Der Aufstieg und Fall der Heike liest sich wie die Ilias in einer Neufassung von Akira Kurosawa.«
Publisher’s Weekly


Ein Interview mit dem Übersetzer Björn Adelmeier finden Sie hier.


Der Große Gatsby

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Der Große Gatsby

Der Große Gatsby
Erstes Buch
Kapitel 1 Der Tempel von Jetavana
Kapitel 2 Das Mordkomplott am Kaiserhof
Kapitel 3 Der Wolfsbarsch
Kapitel 3 Anhang Die Jungen mit Pagenfrisur
Kapitel 4 Kiyomoris Blütezeit
Kapitel 5 Giō
Kapitel 6 Die Kaiserin von zwei Kaisern
Kapitel 7 Der Streit über das Aufstellen der Gedenktafeln
Kapitel 8 Das Niederbrennen des Tempels Kiyomizu-dera
Kapitel 9 Der Zusammenstoß mit dem Regenten
Kapitel 10 Shishi-no-tani
Kapitel 11 Der Kampf um den Tempel U-gawa
Kapitel 12 Die Gelübde
Kapitel 13 Das Schultern der Mikoshi-Schreine
Kapitel 14 Der Brand des Kaiserpalastes

Zweites Buch
Kapitel 1 Die Verbannung des Abtes
Kapitel 1 Anhang Der Adept Yi Xing
Kapitel 2 Die Hinrichtung Saikōs
Kapitel 3 Die kurze Belehrung
Kapitel 4 Die Bitte um den Generalmajor
Kapitel 5 Die Belehrung
Kapitel 5 Anhang Die Signalfeuer
Kapitel 6 Die Verbannung des neuen Oberstaatsrats
Kapitel 7 Die Kiefer von Akoya
Kapitel 8 Der Tod des neuen Oberstaatsrats
Kapitel 8 Anhang Die Pilgerfahrt von Fürst Tokudaiji zum Schrein von Itsukushima
Kapitel 9 Der Niedergang des Bergtempels
Kapitel 9 Anhang Der Brand des Tempels Zenkō-ji
Kapitel 10 Yasuyoris Gebet
Kapitel 10 Anhang Das Treibenlassen der Sotoba-Holztafeln
Kapitel 11 Su Wu

Drittes Buch
Kapitel 1 Das Begnadigungsschreiben
Kapitel 2 Das Aufstampfen
Kapitel 3 Die Niederkunft der Kaiserin
Kapitel 3 Anhang Die Aufstellung der Hochadeligen
Kapitel 4 Der Wiederaufbau der Großen Pagode
Kapitel 5 Raigō
Kapitel 6 Die Rückkehr des Generalmajors in die Hauptstadt
Kapitel 7 Ariō
Kapitel 8 Der Wirbelsturm
Kapitel 9 Die Diskussion über den Arzt
Kapitel 10 Das unverzierte Schwert
Kapitel 10 Anhang Die Laternen
Kapitel 10 Anhang Das Überbringen des Goldes
Kapitel 11 Die Diskussion mit dem Ehrenbischof
Kapitel 12 Die Verbannung der Staatsminister
Kapitel 12 Anhang Yukitaka
Kapitel 13 Die Verbannung des emeritierten Mönch-Kaisers
Kapitel 14 Die kaiserliche Residenz von Seinan

Viertes Buch
Kapitel 1 Die kaiserliche Reise zum Schrein von Itsukushima
Kapitel 1 Anhang Die kaiserliche Heimreise
Kapitel 2 Die Aufstellung der Genji
Kapitel 3 Die Wiesel
Kapitel 4 Nobutsura
Kapitel 4 Anhang Der Einzug des Prinzen von Takakura in den Tempel Onjō-ji
Kapitel 5 Kiō
Kapitel 6 Das Rundschreiben an den Bergtempel
Kapitel 7 Das Rundschreiben an die Südliche Hauptstadt
Kapitel 8 Das Antwortschreiben der Südlichen Hauptstadt
Kapitel 9 Die Aufstellung des Mönchsheeres
Kapitel 10 Die Schlacht auf der Brücke
Kapitel 11 Der Tod des Prinzen
Kapitel 12 Das Eintreten des Prinzensohns in den Mönchsstand
Kapitel 13 Das Nue
Kapitel 14 Das Niederbrennen des Tempels Mii-dera

Fünftes Buch
Kapitel 1 Die Verlegung der Hauptstadt
Kapitel 1 Anhang Die neue Hauptstadt
Kapitel 2 Die Mondschau
Kapitel 3 Seltsame Zwischenfälle
Kapitel 4 Der Eilbote
Kapitel 5 Die Aufstellung der Feinde des kaiserlichen Hofes
Kapitel 6 Der Palast von Xianyang
Kapitel 7 Mongakus brutale Askese
Kapitel 8 Der Spendenaufruf
Kapitel 9 Die Verbannung Mongakus
Kapitel 10 Der Izu-Erlass des emeritierten Mönch-Kaisers
Kapitel 11 Fuji-gawa
Kapitel 12 Der Gosechi-Tanz
Kapitel 12 Anhang Die Rückkehr der Hauptstadt
Kapitel 13 Das Niederbrennen Naras

Sechstes Buch
Kapitel 1 Der Tod des abgedankten Kaisers
Kapitel 2 Die roten Herbstblätter
Kapitel 2 Anhang Aoi-no-mae
Kapitel 3 Kogō
Kapitel 4 Das Rundschreiben
Kapitel 4 Anhang Das Eintreffen der Eilboten
Kapitel 5 Der Tod des Novizen-Premiers
Kapitel 5 Anhang Kyō-no-shima
Kapitel 6 Jishin-bō
Kapitel 7 Die Konkubine von Gion
Kapitel 8 Die raue Stimme
Kapitel 9 Die Schlacht am Yokota-gawara-Flussufer

Siebtes Buch
Kapitel 1 Der Feldzug in die nördliche Region
Kapitel 2 Die Pilgerfahrt zur Insel Chikubu-shima
Kapitel 3 Die Schlacht von Hiuchi
Kapitel 4 Der Gebetstext
Kapitel 5 Das Hinabstürzen nach Kurikara
Kapitel 6 Die Schlacht bei Shinohara
Kapitel 7 Der Tod Sanemoris
Kapitel 8 Genbō
Kapitel 9 Kisos Rundbrief an den Bergtempel
Kapitel 10 Das Antwortschreiben
Kapitel 11 Der Gruppenbrief der Heike an den Bergtempel
Kapitel 12 Die Flucht des Kaisers aus der Hauptstadt
Kapitel 13 Koremoris Flucht aus der Hauptstadt
Kapitel 14 Die kaiserlichen Besuche
Kapitel 15 Tadanoris Flucht aus der Hauptstadt
Kapitel 16 Tsunemasas Flucht aus der Hauptstadt
Kapitel 17 Seizan
Kapitel 18 Die Flucht der Heike aus der Hauptstadt
Kapitel 19 Die Flucht aus Fukuhara

Achtes Buch
Kapitel 1 Die kaiserliche Reise zum Bergtempel
Kapitel 2 Natora
Kapitel 3 Das Garnknäuel
Kapitel 4 Die Flucht aus Dazaifu
Kapitel 5 Die Ernennung zum Seii-shōgun durch den emeritierten Mönch-Kaiser
Kapitel 6 Nekoma
Kapitel 7 Die Schlacht bei Mizushima
Kapitel 8 Der Tod Senoos
Kapitel 9 Muroyama
Kapitel 10 Der Trommel-Hauptmann
Kapitel 11 Die Schlacht an der Residenz Hōjūji

Neuntes Buch
Kapitel 1 Ikezuki
Kapitel 2 Die vorderste Position am Fluss Uji-gawa
Kapitel 3 Die Kämpfe am Flussufer des Kamo-gawa
Kapitel 4 Der Tod Kisos
Kapitel 5 Die Hinrichtung Higuchis
Kapitel 6 Sechs Gefechte
Kapitel 7 Die Aufstellung der Truppen am Berg Mikusa
Kapitel 7 Anhang Die Schlacht am Berg Mikusa
Kapitel 8 Das alte Pferd
Kapitel 9 Die erste und die zweite Position beim Angriff
Kapitel 10 Die doppelte Attacke
Kapitel 11 Der Ritt den Hang hinab
Kapitel 12 Der Tod Moritoshis
Kapitel 13 Der Tod Tadanoris
Kapitel 14 Shigehiras Gefangennahme
Kapitel 15 Der Tod Atsumoris
Kapitel 16 Der Tod Tomoakiras
Kapitel 17 Auf der Flucht
Kapitel 18 Kozaishō

Zehntes Buch
Kapitel 1 Das Präsentieren der Köpfe
Kapitel 2 Die Palast-Hofdame
Kapitel 3 Der Erlass des emeritierten Mönch-Kaisers für Yashima
Kapitel 4 Das Antwortschreiben
Kapitel 5 Die buddhistischen Gebote
Kapitel 6 Die Reise in die Tōkai-dō-Region
Kapitel 7 Senju-no-mae
Kapitel 8 Yokobue
Kapitel 9 Kōya
Kapitel 10 Koremoris Eintritt in den Mönchsstand
Kapitel 11 Die Pilgerfahrt zum Schrein von Kumano
Kapitel 12 Das Sich-Ertränken Koremoris
Kapitel 13 Die Drei-Tage-Heike
Kapitel 14 Fujito
Kapitel 14 Anhang Die Daijōe-Zeremonie

Elftes Buch
Kapitel 1 Die Rückwärts-Ruder
Kapitel 2 Die Schlacht bei Katsuura
Kapitel 3 Die Überquerung des Berges Ōzaka
Kapitel 4 Der Tod Tsuginobus
Kapitel 5 Nasu Yoichi
Kapitel 6 Der verlorene Bogen
Kapitel 7 Die Schlacht bei Shido
Kapitel 8 Die Schlacht bei Dan-no-ura
Kapitel 9 Das Distanzschießen
Kapitel 10 Das Sich-Ertränken des vorigen Kaisers
Kapitel 11 Der Tod des Herrn von Noto
Kapitel 12 Das Eintreffen des Throninsigne-Spiegels in der Hauptstadt
Kapitel 13 Das Schwert
Kapitel 14 Das Präsentieren der Heike auf der Hauptstraße
Kapitel 15 Der Spiegel
Kapitel 16 Die Briefe
Kapitel 17 Die Hinrichtung Fukushōs
Kapitel 18 Koshigoe
Kapitel 19 Die Hinrichtung des Herrn Staatsministers

Zwölftes Buch
Kapitel 1 Die Hinrichtung Shigehiras
Kapitel 2 Das große Erdbeben
Kapitel 2 Anhang Der Indigofärber
Kapitel 3 Die Verbannung des Taira-Oberstaatsrats
Kapitel 4 Die Hinrichtung Tosa-bōs
Kapitel 5 Des Hauptmanns Flucht aus der Hauptstadt
Kapitel 5 Anhang Der Oberstaatsrat von Yoshida
Kapitel 6 Rokudai
Kapitel 7 Hase und Rokudai
Kapitel 8 Die Hinrichtung Rokudais

Buch der Initiierten
Kapitel 1 Das Tonsur-Empfangen der Kaiserinmutter
Kapitel 2 Der Einzug der Kaiserinmutter in Ōhara
Kapitel 3 Der Besuch des emeritierten Mönch-Kaisers in Ōhara
Kapitel 4 Die Sechs Existenzformen
Kapitel 5 Die Hingeburt der Kaiserinmutter

Anhang
Zu dieser Ausgabe
Zu Sprache und Schrift
Karten
Dynastien, Kaiser und Könige
Stammtafeln
Das Heike monogatari: Erzählstruktur und transzendentale Ausrichtung
Nachwort
Der Übersetzer:
Björn Adelmeier, geb. 1976, studierte Japanologie an der Universität Hamburg und Film an der Hochschule für bildende Künste Hamburg. An der ersten Übersetzung des Heike monogatari ins Deutsche, die nun vollständig vorliegt, arbeitete er insgesamt sieben Jahre.

Der Verfasser und genaue Entstehungszeitpunkt des Heike monogatari sind unbekannt. Bis Ende des 13. Jahrhunderts entstanden durch das Zusammenspiel von literarisch gebildeten Hofadligen und wandernden Vortragskünstlern unterschiedliche Versionen. Der als Standardfassung geltende Text von 1371 geht auf den Mönch und Rezitator Akashi Kakuichi zurück.

Interview mit dem Übersetzer Björn Adelmeier

Was macht die Faszination des Heike monogatari aus?
Das Heike monogatari strahlt eine besondere Würde aus. Seine Figuren haben einen universalen Charakter. Dadurch entsteht eine Welt von klarer, ursprünglicher Schönheit, und das menschliche Leben wird in all seinen Facetten beschworen. Es ist ohne Zweifel eines der größten Kunstwerke in japanischer Sprache und bleibt für immer einzigartig.
In dem Epos wird die von musischer Harmonie geprägte Machtausübung des Hofadels von der Gewaltherrschaft der Krieger abgelöst. Der Text erzählt wehmütig und schonungslos von diesem Verlust und von schrecklichen Schicksalen – und trotzdem hat er auf mich keine deprimierende Wirkung, sondern eine reinigende und befreiende. Außerdem ist das Heike monogatari sehr vielseitig: Es gibt erzählerische Passagen, Dialoge, Briefe, Gebetstexte und Gedichte. Die Sprache wirkt – obwohl sie viele Jahrhunderte alt ist – niemals umständlich, antiquiert oder fremd. Sie ist immer ausdrucksstark und genau.

Wie verlief Ihre Arbeit an der Übersetzung des Werks?
Zum Glück habe ich anfangs unterschätzt, wie lange es dauern würde, sonst hätte ich gar nicht begonnen ... Insgesamt habe ich sieben Jahre an der Übersetzung gearbeitet. Erst als nach etwa vier Jahren die Hälfte geschafft war, war ich mir sicher, das gesamte Werk zu bewältigen.
Um das Heike monogatari zunächst einmal besser zu verstehen, habe ich das gesamte altjapanische Original abgeschrieben, um mir zwischen den Zeilen Notizen machen zu können.

Welcher Gewinn lässt sich aus der Lektüre des »Heike monogatari« ziehen?
Das Werk ermöglicht eine Lektüreerfahrung, die auf besondere Weise frei von Einschränkungen unserer materialistischen Zeit ist. Das Heike monogatari konstruiert weder einen Helden noch ein Genie – also kein modernes Individuum, das Erfolg und Glück maximieren will. Auch die Idee, die Welt zu kritisieren oder verbessern, zu erobern oder retten, ist diesem Werk sehr fremd. Die Auseinandersetzung mit dem Text kam mir wie eine Reise in ein fremdes Land vor, aus dem ich reich beschenkt heimkehre. Viele Passagen haben sich mir eingeprägt und geben mir weiterhin ein Gefühl von Sicherheit, Freiheit und Frieden. Nun hoffe ich, dass die Lektüre meiner Übersetzung eine ähnliche Erfahrung ermöglicht.
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»Japans wahres Epos: Wer die Prinzipien von persönlicher und politischer Hybris verstehen will, wird kaum ein aussagekräftigeres Werk finden.«
(Andreas Platthaus, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15.10.2022)