Freud, Sigmund: Das Unheimliche

Freud, Sigmund: Das Unheimliche

Hrsg.: Jahraus, Oliver
132 S.
ISBN: 978-3-15-014030-7
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Freuds kurzer Aufsatz über Angst und Unbehagen gehört zweifellos zu seinen berühmtesten Texten, auch deshalb, weil er hier eine hochinteressante Deutung von E.T.A. Hoffmanns Erzählung Der Sandmann liefert. Der Freud-Spezialist und Literaturtheoretiker Oliver Jahraus führt in seinem Nachwort in diesen Text ein, indem er das Verhältnis von Autor und Psychoanalytiker, Form und Inhalt, Traum und Text, Phantasie und Literatur diskutiert.
Das Unheimliche
I. Kapitel
II. Kapitel
III. Kapitel

Zu dieser Ausgabe
Anmerkungen
Literaturhinweise
Nachwort: Literatur und Psychoanalyse
Sigmund Freud (6.5.1856 Freiberg – 23.9.1939 London) begründet aus der systematischen Erneuerung der Psychologie die Psychoanalyse und Tiefenpsychologie und hat mit seinen Theorien große Wirkung auf Literaten wie Thomas Mann, Arthur Schnitzler oder Franz Kafka sowie auf Künstler wie etwa die Surrealisten Salvador Dali, Max Ernst oder Frida Kahlo. Freud schließt das Gymnasium 1873 mit Auszeichnung ab, studiert Medizin in Wien und hat mit 25 bereits seinen Doktortitel.
Freud erkennt in Träumen (Traumdeutung, 1900) sowie in alltäglichen Fehlleistungen wie Vergessen und Versprechen (Psychopathologie des Alltags, 1904) verdrängte Erinnerungen und Wünsche, die in das Unbewusste verschoben wurden und das Seelenleben prägen. Dieser Verdrängungsprozess sei durch den Fortschritt und dem damit einhergehenden Anspruch an den modernen Menschen, seine Triebe zu unterdrücken, noch weiter befördert worden (Das Unbehagen in der Kultur, 1930). 1923 präsentiert Freud in Das Ich und das Es erstmals das Instanzenmodell, in dem das Ich des menschlichen Individuums nicht ein Ganzes, sondern in Wahrheit aus drei Komponenten zusammengesetzt ist – ›Ich‹, ›Über-Ich‹ und ›Es‹. Weitere berühmte Publikationen Freuds sind Drei Abhandlungen zur Sexualtheorie (erstmals 1905), welche auch den Ödipuskomplex, die Kastrationsangst und den Penisneid behandeln. 1940 erscheint posthum mit Abriss der Psychoanalyse eine Bilanz seiner Studien.
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