Abraham, Ulf: Literarisches Schreiben. Didaktische Grundlagen für den Unterricht

Abraham, Ulf: Literarisches Schreiben. Didaktische Grundlagen für den Unterricht

Reclam Bildung und Unterricht
Originalausgabe
166 S. 3 Abb. 3 Tabellen
ISBN: 978-3-15-014080-2
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In den Fächern Kunst und Musik gehört die künstlerische Praxis seit je ganz selbstverständlich zum Schulunterricht. Auch im Fach Deutsch, so fordert Ulf Abraham, sollte ein handwerklich-produktiver Ansatz den traditionell rezipierenden Blick ergänzen. Denn Schülerinnen und Schüler, die selbst in längerfristigen Projekten literarische Verfahren erproben, schulen nicht nur ihre eigene Gestaltungskompetenz und fassen so Zutrauen in ihre Fähigkeiten, sondern lernen zugleich besser, Formen und Ausdrucksmöglichkeiten literarischer Sprache zu beurteilen und hierüber konstruktiv zu kommunizieren.
Der vorliegende Band beschreibt die Grundlagen eines prozess- und feedbackorientierten literarischen Schreibunterrichts.
Einleitung

1 Literarische Produktion in der kulturellen Praxis und im Deutschunterricht
1.1 Der literarische Markt und seine Akteur*innen
Der literarische Markt • Akteure des literarischen Marktes
1.2 Literarisches Schreiben im ›Handlungsfeld Literatur‹
Ein Modell des Handlungsfeldes • Literarisches Schreiben in seiner individuellen, sozialen und kulturellen Bedeutsamkeit
1.3 Literarisches Schreiben als didaktisch angeleitete Praxis im Deutschunterricht
Abgrenzung gegen creative writing • Literarisches Schreiben als Verbindung von Sprach- und Literaturunterricht
1.4 Verfahren literarischen Schreibens
Deklaratives und prozedurales Wissen über Literatur • Tabellarische Übersicht: Verfahren literarischen Schreibens
1.5 Didaktische Grundsätze, Möglichkeiten und Grenzen der Anleitung
Implizites Wissen explizit machen • Sich literarische Verfahren durch Schreibprozess und Anschlusskommunikation aneignen • Literarische Begabung erkennen und entwickeln • Textentwürfe nicht für fertig halten

2 Gattungen, Genres, Medien
2.1 Überblick über Gattungen, Formen, Genres und Medien literarischen Schreibens
Gattungen, Formen, Genres und Medien • Tabellarische Übersicht
2.2 Erzählendes Schreiben – Formen, Genres und Medien narrativer Literatur
Gattungsspezifik literarischer Verfahren beim erzählenden Schreiben •Prozedurales Basiswissen
2.3 Szenisches Schreiben – Formen, Genres und Medien dramatischer Literatur
Gattungsspezifik literarischer Verfahren beim szenischen Schreiben • Prozedurales Basiswissen
2.4 Lyrisches Schreiben – poetische Formen und Verfahren
Gattungsspezifik literarischer Verfahren beim lyrischen Schreiben • Prozedurales Basiswissen
2.5 Schreiben für die Performanz – Verfahren und Genres der spoken word art
Gattungsspezifik literarischer Verfahren beim Schreiben für die Mündlichkeit • Prozedurales Basiswissen
2.6 Journalistisches Schreiben – Formen, Genres und Medien im Übergang vom literarischen zum ›Gebrauchstext‹
Gattungsspezifik literarischer Verfahren beim journalistischen Schreiben • Prozedurales Basiswissen
3 Kompetenzorientierung: Literarische Gestaltungs-, Urteils- und Kommunikationsfähigkeit
3.1 Teilkompetenzen literarischen Schreibens
Kompetenzorientierung beim literarischen Schreiben • Drei produktionsästhetische Teilkompetenzen
3.2 Gestaltungsfähigkeit
Zum Gestaltbegriff • Form- und Stilwahl beim literarischen Gestalten • Gestaltungskompetenz
3.3 Urteilsfähigkeit
Psychologische, ontologische und sprachliche Auffassung des Urteilsaktes • Beschreibendes und wertendes Urteilen • Lehr- und Lernbarkeit literarischen Urteilens und Wertens
3.4 Fähigkeit zur (Anleitung von) Anschlusskommunikation
Herkömmlicher und erweiterter Begriff von ›Anschlusskommunikation‹ • Gespräche über (entworfene) Literatur • Anleitung von Anschlusskommunikation

4 Handlungs-, Prozess- und Produktionsorientierung: Kreation, Adaption, Überarbeitung, Bewertung
4.1 Kreation und Adaption
Inspiration und ›Handwerk‹ • Kernidee, Schreibplanung und dafür zu adaptierende Muster
4.2 Entwurf, ›Feedback‹ und Überarbeitung
Entwerfen • Feedback geben und erhalten • Überarbeiten und weiterschreiben
4.3 Kollaboratives Arbeiten
Kollaboratives Arbeiten in der angelsächsischen Schreibpädagogik • Best-practice-Beispiele aus der schulischen und kulturellen Bildung
4.4 Bewertung
Wertende Äußerungen im Rahmen von Werkstattgesprächen • Kriterien und Verfahren zur Einschätzung von Textqualität • Die kontroverse Frage der Benotbarkeit und Benotung literarischen Schreibens

5 Produkt- und Projektorientierung: Formen der Inszenierung eigener literarischer Arbeiten
5.1 Produktorientierung als Merkmal von Projektunterricht
Aus der Lebenswelt heraustreten und auf diese zurückwirken • Aus dem Fachunterricht heraustreten und auf diesen zurückwirken
5.2 Voraussetzungen
Zielgruppenwahl • Textredaktion und Wahl der Inszenierungsform • Urheberrechtlicher Status präsentierbarer Produkte • Finanzierung einer Aufführung bzw. Verbreitung
5.3 Präsentationsformen und -medien
Formen der Live-Präsentation • Mediale Präsentation und Ausstellung

6 Ausblick

7 Literaturhinweise

Zum Autor
Abraham_Portrait
Ulf Abraham, geb. 1954, war bis 2020 Inhaber des Lehrstuhls für Didaktik der deutschen Sprache und Literatur an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg. Er hatte Gastprofessuren in den USA (Atlanta, GA, 2004) und in Österreich (Klagenfurt, 2009) inne und ist seit 2002 Mitherausgeber der Zeitschrift »Praxis Deutsch« sowie Träger des Erhard-Friedrich-Preises für Deutschdidaktik (2014). Seine Forschungsschwerpunkte liegen u. a. in der Didaktik der Literatur und ihrer Medien, der Theorie und Praxis des Umgangs mit Bild und Text sowie der Begleitung literarischen Schreibens im Unterricht.
Siehe auch www.ulfabraham.de.

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