Fallada, Hans: Warnung vor Büchern

Fallada, Hans: Warnung vor Büchern

Erzählungen und Berichte
Hrsg. von Carsten Gansel
384 S.
ISBN: 978-3-15-014081-9
7,80 €

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Neues von Hans Fallada entdecken: Die hier versammelten Anekdoten, Berichte, Erzählungen und Reden, die von der Mitte der 1920er Jahre bis zu seinem Tod 1947 reichen, sind zum Teil wenig bekannt oder noch gänzlich unveröffentlicht. Sie offenbaren, in welchem Maße der Autor ein einzigartiges Gespür für soziale Problemlagen entwickelt, sensibel Wirklichkeit beobachtet und künstlerische Mittel findet, um mit wenigen Strichen welthaltige Geschichten zu entwerfen – humorig, ironisch, manchmal auch sarkastisch. Falladas Glaube an die »Anständigkeit des Menschen« zeigt sich dabei jedoch stets unerschütterlich.
I Ich übe mich im Dialog
Ich übe mich im Dialog – Stimme aus den Gefängnissen – Tscheka-Impressionen – Stahlhelm-Gemüs – Was liest man eigentlich so auf dem Lande?
II Ansehen kostet ja nichts
Liebe Ordensgeschwister – Die Verkäuferin auf der Kippe – Rache einer Hamburgerin – Eine vom Mädchenklub – Wer kann da Richter sein? – Geschlagene Pferde, gehetzte Menschen – Mein Freund, der Ganove – Der Strafentlassene – Otsches Fluchtbericht – Besuch bei Tändel-Maxe – Liebe Lotte Zielesch – Ich rate Preisrätsel – Auch eine Kriegsgeschichte – Bei uns, in der Kleinstadt

III Das Medusenantlitz des Lebens
Vorweihnachtliche Betrachtungen – Geistesgegenwart – Im Auto zur Brandstätte – An der Schwale liegt ein Märchen … – Sieben Kinder spielen im Stadtpark – Der verlorene falsche Taler – Rückschau eines Kritikers

IV Der heimliche Dichter
Warnung vor Büchern – Gespräch zwischen Ihr und Ihm über Ernest Hemingway – Der heimliche Dichter – Ich bekomme Arbeit – Fröhlichkeit und Traurigkeit – Gegen jeden Sinn und Verstand – Frühling in Neuenhagen – Wie vor dreißig Jahren – Christkind verkehrt – Eine Königskrone geht auf Reisen (Die Krone von Bosambo)

V Das Todeshaus formt einen Dichter
Essen und Fraß – Meine Damen und Herren – Ja! – Aber … Nein, doch lieber nicht – Osterfest 1933 mit der SA – Noch einmal Osterfest 1933 mit der SA – Das Todeshaus formt einen Dichter – Kalendergeschichten – Deine Frau (Die Frau, die dein eigen ist). Eine Film-Idee – Wie ich Schriftsteller wurde

Anhang
Zu dieser Ausgabe
Nachwort
Hans Fallada (eigentlich Rudolf Ditzen, geb. 1893 in Greifswald) liebte, wie er etwa mit seinem Roman Kleiner Mann – was nun? bewies, die epische Breite, schrieb aber auch zahlreiche Erzählungen und kurze Prosa-Arbeiten, die zum Teil über sein von Extremerfahrungen (Sucht, Armut) geprägtes Leben Auskunft geben. 1947 starb Fallada in Berlin.
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»Einige dieser Texte sind sentimental, andere auf die Pointe hingeschrieben. Aber in den meisten dieser Arbeiten hat Hans Fallada eine Geschichte zu erzählen, die auf eine Erkenntnis zielt. [...] Selten aber verbarg sich in der Darstellung eines Schluchzens so viel Wissen um den Zustand einer ganzen Gesellschaft.«
(Thomas Steinfeld, Süddeutsche Zeitung, 09.07.2021)

»Fallada ist jetzt seit 74 Jahren tot – und doch sind seine Texte brandaktuell.«
(Kathrin Matern, NDR Kultur, 09.05.2021)