Degering, Thomas: Lektüreschlüssel. Guy de Maupassant: Boule de suif

Degering, Thomas: Lektüreschlüssel. Guy de Maupassant: Boule de suif

94 S.
ISBN: 978-3-15-015437-3
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Reclams Fremdsprachen-Lektüreschlüssel folgen dem bewährten Aufbau- und Darstellungsprinzip der Lektüreschlüssel zur deutschen Literatur. Sie beziehen sich auf den fremdsprachigen Originaltext (wenn möglich in Reclams Roter Reihe), sind aber auf Deutsch verfasst und unterstützen ebenso die Lektüre der deutschen Übersetzung. Eine »Checkliste« enthält Aufgaben zur Verständniskontrolle in der Fremdsprache. Unter dem Darstellungstext stehen Übersetzungshilfen und Schlüsselbegriffe in der Fremdsprache, um die Bearbeitung dieser Aufgaben und ein fremdsprachiges Referieren über das Werk zu erleichtern.
Lektüreschlüssel erschließen einzelne literarische Werke. Um eine Interpretation als Zentrum gruppieren sich 10 wichtige Verständniszugänge:
* Erstinformation zum Werk
* Inhaltsangabe
* Personen (Konstellationen)
* Werk-Aufbau (Strukturskizze)
* Wortkommentar
* Interpretation
* Autor und Zeit
* Rezeption
* »Checkliste« zur Verständniskontrolle
* Lektüretipps mit Filmempfehlungen
* Raum für Notizen

Die Geschichte der kleinen, »Boule de suif« (dt. »Fettklößchen«) genannten Kurtisane, die in den Wirren des Deutsch-Französischen Krieges 1870/71 in einen unlösbaren Konflikt zwischen Moral und Patriotismus gestürzt wird. Die Novelle begründet Maupassants literarischen Ruhm und zählt noch heute zu seinen beliebtesten Werken.
1. Erstinformation zum Werk
2. Inhalt
3. Personen
4. Aufbau, Struktur, Zeit, Erzähltechnik
5. Interpretation
6. Autor und Zeit
7. Rezeption
8. Dossier pédagogique
9. Lektüretipps/Filmempfehlungen

Anmerkungen
Raum für Notizen
Zu Guy de Maupassant:
Guy de Maupassant (5.8.1850 Schloss Miromesnil, Tourville-sur-Arques, Normandie – 6.7.1893 Paris) ist einer der beliebtesten französischen Novellisten des Französischen Naturalismus. Er kämpft im Deutsch-Französischen Krieg und beendet hierfür ein Jurastudium. In der kurzen Zeit seines literarischen Schaffens schreibt er beinahe 300 Novellen und mehrere Romane. Die Inspirationen zu seinen Milieustudien bezieht Maupassant quasi aus nächster Nähe: Er war bekannt für sein ausschweifendes und verschwendungssüchtiges Leben. 1977 steckt er sich mit Syphilis an. Die Symptome versucht der Schriftsteller mit massivem Drogenkonsum zu kompensieren. Nach einem Zusammenbruch am Neujahrsabend 1892 und einem missglückten Selbstmordversuch kommt er in psychiatrischen Gewahrsam. 18 Monate später stirbt Maupassant in geistiger Umnachtung.
Kernthema Maupassants ist die Offenlegung gesellschaftlicher Missstände: Bereits mi seinem ersten durchschlagendem Erfolg – der Novelle Boule de suif (dt. Fettklößchen) – stellt Maupassant der ehrlichen (und etwas korpulenten) Prostituierten Boule de suif ein in Selbstherrlichkeit versinkendes und verlogenes französisches Bürgertum entgegen. In Bel-Ami lässt Maupassant den mittellosen und wenig talentierten Unteroffizieren Georges Duroy auf unehrliche Weise an die Spitze der Gesellschaft aufsteigen.