Droste-Hülshoff, Annette von: Gedichte

Droste-Hülshoff, Annette von: Gedichte

Hrsg.: Kortländer, Bernd
213 S.
ISBN: 978-3-15-018292-5
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Annette von Droste-Hülshoff gehört zu den bedeutendsten Lyrikerinnen der deutschen Literatur. Zu Lebzeiten erschienen nur zwei Gedichtbände: die Sammlung Gedichte im Jahr 1838 (erweiterte Ausgabe 1844) und der Gedichtzyklus Das geistliche Jahr im Jahr 1851; dieser enthält Droste-Hülshoffs religiöse Lyrik, mit der sie die Tradition der religiösen Dichtung des Barock aufnimmt, verbunden mit der eigenen Lebens- und Glaubensproblematik. Mit ihren Naturgedichten, aber auch mit den Geschichts- und Schauerballaden lieferte "die Droste" einen ganz eigenständigen Beitrag zur Literatur der Vormärzzeit. Wie kaum ein anderes lyrisches Werk der deutschen Literatur ist das von Droste-Hülshoff episch geprägt. Die Gedichte erzählen, seien es einfache Vorgänge, Konflikte, Geschichten, seien es innerseelische Prozesse.

Die von Bernd Kortländer neu konzipierte, sorgfältig kommentierte Auswahlausgabe aus Droste-Hülshoffs Lyrik enthält neben Anmerkungen, Literaturhinweisen auch eine Zeittafel und ein Nachwort.

Text in neuer Rechtschreibung.
Zeitbilder
Vor vierzig Jahren – An die Weltverbesserer – Die Schulen

Heidebilder
Die Lerche – Die Jagd – Die Vogelhütte – Der Weiher – Der Hünenstein – Die Steppe – Die Mergelgrube – Die Krähen – Das Hirtenfeuer – Der Heidemann – Das Haus in der Heide – Der Knabe im Moor

Fels, Wald und See
Am Turme – Das öde Haus – Im Moose – Am Bodensee – Das alte Schloß

Gedichte vermischten Inhalts
Mein Beruf – An *** – Die Taxuswand – Die Unbesungenen – Das Spiegelbild

Balladen
Der Tod des Erzbischofs Engelbert von Cöln – Der Fundator – Vorgeschichte (Second sight) – Der Graue – Das Fräulein von Rodenschild – Die Schwestern – Die Vergeltung – Der Schlosself

Gedichte in Einzelveröffentlichungen
Spätes Erwachen – Lebt wohl – Grüße – Im Grase – Durchwachte Nacht – Mondesaufgang – Gemüt

Gedichte aus dem Nachlass

Einzelgedichte
Der Dichter – Dichters Glück – Halt fest! – An einen Freund – [Wie sind meine Finger so grün] – [Du, der ein Blatt von dieser schwachen Hand] – Das Wort

Aus dem Zyklus "Das geistliche Jahr in Liedern auf alle Sonn- und Festtage"
Am ersten Sonntage nach h. drei Könige – Am fünften Sonntage in der Fasten – Am dritten Sonntage nach Ostern – Am Pfingstmontage – Am sechsundzwanzigsten Sonntage nach Pfingsten – Am letzten Tage des Jahres (Silvester)
Annette von Droste-Hülshoff (10.01.1797 Wasserburg Hülshoff bei Münster – 25.5.1848 Meersburg [Bodensee]) entstammte einem der ältesten westfälischen Adelshäuser und galt in ihrer Familie aufgrund ihrer Schriftstellerei als eigensinniger und exzentrischer Charakter. Sie kam als Frühchen auf die Welt und wurde deshalb Zeit ihres Lebens von körperlichen Gebrechen geplagt. Zudem wurde sie wegen ihres Geschlechts und adeliger Standesetikette stark von ihrer Familie kontrolliert. Aus dem Gefühl der Beengtheit heraus entstanden Gedichte wie die Selbstbetrachtung Das Spiegelbild oder Am Turme, in dem sie beim direkten Blick vom Balkon aus ihre ›Gefangenschaft‹ in einen Gegensatz zur freien Natur stellt. In ihrem Gesamtwerk erhält die Natur durch ihre Unbeschränktheit zugleich eine dunkle, mystische Aufladung wie in der Ballade Der Knabe im Moor sowie in ihrem bekanntesten Werk, der Novelle Die Judenbuche. Von den Jahren 1990 bis 2001 zierte das Porträt Droste-Hülshoffs den 20-Mark-Schein.