Marquard, Odo: Skepsis in der Moderne

Marquard, Odo: Skepsis in der Moderne. Philosophische Studien

128 S.
ISBN: 978-3-15-018524-7
4,00 €

inkl. MWSt., ggf. zzgl. Versandkosten
Versandkostenfrei in D ab einem Bestellwert von EUR 25

Lieferung zwischen Donnerstag, 24.09.2020, und Samstag, 26.09.2020. Aufgrund der aktuellen Situation kann es zu längeren Versandlaufzeiten kommen.

Informationen zu Bestellung, Vertragsschluss, Zahlung, Widerruf

Odo Marquard untersucht in Texten, die zwischen 1993 und 2007 entstanden sind und hier in Auswahl in seinem sechsten Band in der Universal-Bibliothek versammelt werden, Themen wie Theodizee, Freiheit, Optimismus oder Pluralismus - Themen also, die dem Autor besonders wichtig waren und sind. Weiterhin vertritt er dabei "eine endlichkeitsphilosophische Skepsis" – und zwar "ohne missionarischen Eifer".
Vorbemerkung

Zum fünfzigjährigen Doktorjubiläum
Rede in Freiburg am 16. Juli 2004

"Ich bin ich Weigerungsverweigerer"
Ein Gespräch mit Odo Marquard. Die Fragen stellte Jens Hacke

Wie politisch muß ein Schriftsteller sein?

Entpflichtete Repräsentation und entpolitisierte Revolution
Philosophische Bemerkungen über Kunst und Politik

Skepsis in der Moderne
Überlegungen im Blick auf Heinrich Heine

Die Philosophie der Geschichten und die Zukunft des Erzählens

Sprachmonismus und Sprachpluralismus der Philosophie

Innovationskultur als Kontinuitätskultur
Überlegungen zur Renaissance

Die Krise des Optimismus und die Geburt der Geschichtsphilosophie

Freiheit und Pluralität
Odo Marquard (26.2.1928 Stolp – 9.5.2015 Celle) war Professor für Philosophie an der Universität Gießen. Zuvor hatte er Philosophie, Germanistik und Theologie an den Universitäten Münster und Freiburg studiert. Von 1984 bis 1987 war Marquard zudem Präsident der ›Allgemeinen Gesellschaft für Philosophie in Deutschland‹. Marquard gilt zu Recht als einer der scharfsinnigsten Essayisten unter den Philosophen. Sein ebenso pointierter wie polemischer und humoristischer Stil prägte sein Werk, das er selbst mit einem Augenzwinkern (in Anlehnung an Immanuel Kant) als ›Transzendentalbelletristik‹ bezeichnete. Die Möglichkeiten der Philosophie sah er kritisch, sprach von Kompetenzverlust und schuf das Wortungetüm Inkompetenzkompensationskompetenz für die Bemühungen des Faches. Ironisch führte er aus, ›Philosophie ist, wenn man trotzdem denkt‹. Unverrückbar verteidigte er die Geisteswissenschaften. Den Menschen verstand er als Mangelwesen, als homo compensator. In philosophischer Skepsis befasst sich Marquard in Abschied vom Prinzipiellen mit der Endlichkeit des Menschen. Sammlungen seiner Essays liegen etwa unter den Titeln Zukunft braucht Herkunft, Philosophie des Stattdessen, Individuum und Gewalteinteilung oder Skepsis in der Moderne vor. Marquard erhielt wichtige Preise, etwa den hochangesehenen Sigmund-Freud-Preis für wissenschaftliche Prosa sowie den Cicero-Rednerpreis.