Dante Alighieri: La Commedia / Die Göttliche Komödie

Band 1: Inferno / Hölle. Italienisch/Deutsch
Übers.: Köhler, Hartmut
Hrsg. und Nachwort: Scherer, Ludger
528 S.
ISBN: 978-3-15-018596-4
14,80 €

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Hartmut Köhlers umfassend kommentierte Neuübersetzung von Dantes Divina Commedia, die 2010–2012 bei Reclam erschien, sorgte für Aufsehen und Köhler wurde dafür mit dem deutsch-italienischen Übersetzerpreis ausgezeichnet. Der Romanist Ludger Scherer hat für die Ausgabe in Reclams Universal-Bibliothek den Kommentar gestrafft und sprachliche Erläuterungen hinzugefügt, so dass nun eine handliche, preisgünstige Ausgabe für Studierende vorliegt.
Als erster Band erscheint das Inferno. Wie gewohnt enthält die Ausgabe den italienischen Text, die deutsche Übersetzung und am Fuß der Seiten den Kommentar.
Inferno / Hölle – Kommentar

Anhang
Die Anlage von Dantes Inferno
Abkürzungen und Siglen
Nachwort
Dante Alighieri (5./6.1265 Florenz – 4.9.1332 Ravenna), italienischer Schriftsteller und Politiker, etabliert mit seiner Divina Commedia (dt. Göttliche Komödie) das Italienische als Literatursprache. Dante entstammt einer dem niederen Adel angehörenden Familie und wird von Brunetto Latini in Florenz in Rhetorik und Philosophie unterrichtet. Ab 1285 ist Dante als Politiker in Florenz aktiv. 1302 wird er aus Florenz verbannt und muss ins Exil – er wird seinen Heimatort nie wieder betreten.
Dantes Liebe zur Volkssprache spiegelt sich in seinem literarischen Schaffen wider: Bereits sein in jungen Jahren entstandener, an der mittelalterlichen Tradition der Minnedichtung orientierter Roman La vita nuova (dt. Das erneuerte Leben) ist in ›Volgare‹ geschrieben – einer von der Hochsprache Latein abweichenden italienischen Umgangssprache, auch als ›Vulgärlatein‹ bekannt. Ab 1304 verfasst Alighieri mit De vulgari eloquentia libri duo (dt. Zwei Bücher über die Ausdruckskraft der Volkssprache) ein Plädoyer für den Gebrauch der italienischen Volkssprache. Überstrahlt wird Dantes Werk von seiner Commedia, an der er bis kurz vor seinem Tod arbeitet. In dieser bereist ein namenloser Ich-Erzähler unter der Führung des Dichters Vergil die Jenseitsreiche Inferno (dt. Hölle), Purgatorio (dt. Läuterungsberg) und Paradiso (dt. Himmel). Der Text ist von großem zeitgeschichtlichem Wert und erfreut sich einer breiten Rezeption in Kunst, Literatur, Film und Comic, seit 2010 existiert sogar eine Computerspiel-Adaption.
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