Nietzsche, Friedrich: Gedichte

Nietzsche, Friedrich: Gedichte

Hrsg.: Mayer, Mathias
197 S.
ISBN: 978-3-15-018636-7
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Nietzsche hat sich selbst keineswegs als Gelegenheitsdichter verstanden, streng getrennt vom Philosophen. Vielmehr konnte er als Lyriker besonders auf die Problematik der eigenen Rede hinweisen, auf das Verhältnis von Originalität und Rolle, von Wahrheit und Dichtung, von Identität und Spiel. Und dabei fand er seinen eigenen lyrischen Ton: »Nicht das heroische Hochgebirge, nicht das hohe Pathos der ehrgeizigen Zarathustra-Figur, sondern das impressionistisch schillernde Licht des Meeres ist es, – mit dem Nietzsche seinen ureigensten Tonfall findet«, so Mathias Mayer im Nachwort zu seiner Auswahlausgabe, die den ganzen lyrischen Nietzsche präsentiert – von den Anfängen bis zu Texten aus dem Nachlass.
Von Nietzsche publizierte (oder zur Publikation vorgesehene) Gedichte
Verstreut gedruckte Gedichte
Idyllen aus Messina (1882)
(sofern nicht in die Lieder des Prinzen Vogelfrei aufgenommen)
Scherz, List und Rache. Vorspiel in deutschen Reimen (1882)
Lieder des Prinzen Vogelfrei (1887)
Dionysos-Dithyramben (1889)

Gedichte aus dem Nachlass (Auswahl)
Frühe Gedichte (1858–1864)
Lyrisches aus den Jahren 1871–1882
Aus der Zeit des Zarathustra (1883–1885)
Die letzten Jahre (1886–1888)

Anhang
Zu dieser Ausgabe
Literaturhinweise
Nachwort
Verzeichnis der Gedichtüberschriften und -anfänge
Friedrich Nietzsche (15.10.1844 Röcken bei Lützen [Sachsen] – 25.8.1900 Weimar) prägte mit seiner Philosophie ganze Generationen von Literaten, zu deren bekanntesten Thomas Mann gehört. Bereits während seiner Altphilologie-Professur in Basel zwangen ihn gesundheitliche Probleme 1879 in die Frühpensionierung. Dies gilt als Auftakt einer langen Krankheitsgeschichte, die mit dem berühmten Zusammenbruch in Turin 1889 einen Höhepunkt findet. Als Grund wird eine Progressive Paralyse als Folge einer Syphilis-Erkrankung ausgemacht. Kern von Nietzsches »Philosophie mit dem Hammer« ist die Auflösung aller starren Denkmuster. Diese verdichtet sich in prägnanter Weise in einer Mischform aus Prosa und Lyrik – den Aphorismen. Seine frühe Einsicht, dass es keine absoluten Wahrheiten und Werte gibt, führte ihn zum Nihilismus und zur »Umwertung aller Werte«. Diese gipfelt in seinem Spätwerk Also sprach Zarathustra in einer Überwindung aller Schranken und mündet in absoluter Lebensbejahung. Maßgeblich hierfür ist der von ihm geformte Begriff des »Übermenschen«.