Freud, Sigmund: Abriss der Psychoanalyse

Freud, Sigmund: Abriss der Psychoanalyse

Hrsg.: Lohmann, Hans-Martin
118 S.
ISBN: 978-3-15-018689-3
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Der Abriss stellt Freuds letzten eigenen Versuch in einer langen Reihe von Darstellungen und Zusammenfassungen seiner Lehren dar: 1938, knapp ein Jahr vor seinem Tode, wollte er nochmals festhalten, was Psychoanalyse ist und was genau sie will. Zum ersten Mal wird hier der Text in der Fassung des Erstdrucks mit einem ausführlichen Kommentar versehen, der die Genese der Freudschen Begrifflichkeit nachzeichnet und die Stellung des Textes im Gesamtwerk Freuds verortet.
Vorwort

I. TEIL: DIE NATUR DES PSYCHISCHEN
1. Kapitel: Der psychische Apparat
2. Kapitel: Trieblehre
3. Kapitel: Die Entwicklung der Sexualfunktion
4. Kapitel: Psychische Qualitäten
5. Kapitel: Erläuterung an der Traumdeutung

II. TEIL: DIE PRAKTISCHE AUFGABE
6. Kapitel: Die psychoanalytische Technik
7. Kapitel: Eine Probe psychoanalytischer Arbeit

III. TEIL: DER THEORETISCHE GEWINN
8. Kapitel: Der psychische Apparat und die Aussenwelt
9. Kapitel: Die Innenwelt

Zu dieser Ausgabe
Anmerkungen
Literaturhinweise
Nachwort
Sigmund Freud (6.5.1856 Freiberg – 23.9.1939 London) begründet aus der systematischen Erneuerung der Psychologie die Psychoanalyse und Tiefenpsychologie und hat mit seinen Theorien große Wirkung auf Literaten wie Thomas Mann, Arthur Schnitzler oder Franz Kafka sowie auf Künstler wie etwa die Surrealisten Salvador Dali, Max Ernst oder Frida Kahlo. Freud schließt das Gymnasium 1873 mit Auszeichnung ab, studiert Medizin in Wien und hat mit 25 bereits seinen Doktortitel.
Freud erkennt in Träumen (Traumdeutung, 1900) sowie in alltäglichen Fehlleistungen wie Vergessen und Versprechen (Psychopathologie des Alltags, 1904) verdrängte Erinnerungen und Wünsche, die in das Unbewusste verschoben wurden und das Seelenleben prägen. Dieser Verdrängungsprozess sei durch den Fortschritt und dem damit einhergehenden Anspruch an den modernen Menschen, seine Triebe zu unterdrücken, noch weiter befördert worden (Das Unbehagen in der Kultur, 1930). 1923 präsentiert Freud in Das Ich und das Es erstmals das Instanzenmodell, in dem das Ich des menschlichen Individuums nicht ein Ganzes, sondern in Wahrheit aus drei Komponenten zusammengesetzt ist – ›Ich‹, ›Über-Ich‹ und ›Es‹. Weitere berühmte Publikationen Freuds sind Drei Abhandlungen zur Sexualtheorie (erstmals 1905), welche auch den Ödipuskomplex, die Kastrationsangst und den Penisneid behandeln. 1940 erscheint posthum mit Abriss der Psychoanalyse eine Bilanz seiner Studien.