Freud, Sigmund: Totem und Tabu

Freud, Sigmund: Totem und Tabu

Hrsg.: Lohmann, Hans-Martin; Bayer, Lothar
277 S.
ISBN: 978-3-15-018956-6
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Totem und Tabu ist Freuds vielleicht umstrittenster Text, für ihn jedoch eines seiner »Lieblingskinder«: Hier denkt er über die Stammesgeschichte, die frühen Kulturbildungen und die psychische Entwicklung der Menschheit nach – etwa über »Inzestscheu«, »Tabu«, »Animismus, Magie und Allmacht der Gedanken« und über den Mord der Urhorde am Vater.

Fachwissenschaftlich gelten seine Ausführungen als widerlegt. Hundert Jahre nach der Veröffentlichung gibt das Werk aber nicht Auskunft darüber, wie es einmal war am Anfang der Menschheits- und Kulturentwicklung: Vielmehr können wir den Text heute als einen wichtigen Kommentar zu unserer Gegenwart, über unsere eigene Gesellschaft lesen.
Über einige Übereinstimmungen im Seelenleben der Wilden und der Neurotiker

I Die Inzestscheu
II Das Tabu und die Ambivalenz der Gefühlsregungen
III Animismus, Magie und Allmacht der Gedanken
IV Die infantile Wiederkehr des Totemismus

Vorrede zur hebräischen Ausgabe von Totem und Tabu

Anhang
Zu dieser Ausgabe
Anmerkungen
Nachwort
Sigmund Freud (6.5.1856 Freiberg – 23.9.1939 London) begründet aus der systematischen Erneuerung der Psychologie die Psychoanalyse und Tiefenpsychologie und hat mit seinen Theorien große Wirkung auf Literaten wie Thomas Mann, Arthur Schnitzler oder Franz Kafka sowie auf Künstler wie etwa die Surrealisten Salvador Dali, Max Ernst oder Frida Kahlo. Freud schließt das Gymnasium 1873 mit Auszeichnung ab, studiert Medizin in Wien und hat mit 25 bereits seinen Doktortitel.
Freud erkennt in Träumen (Traumdeutung, 1900) sowie in alltäglichen Fehlleistungen wie Vergessen und Versprechen (Psychopathologie des Alltags, 1904) verdrängte Erinnerungen und Wünsche, die in das Unbewusste verschoben wurden und das Seelenleben prägen. Dieser Verdrängungsprozess sei durch den Fortschritt und dem damit einhergehenden Anspruch an den modernen Menschen, seine Triebe zu unterdrücken, noch weiter befördert worden (Das Unbehagen in der Kultur, 1930). 1923 präsentiert Freud in Das Ich und das Es erstmals das Instanzenmodell, in dem das Ich des menschlichen Individuums nicht ein Ganzes, sondern in Wahrheit aus drei Komponenten zusammengesetzt ist – ›Ich‹, ›Über-Ich‹ und ›Es‹. Weitere berühmte Publikationen Freuds sind Drei Abhandlungen zur Sexualtheorie (erstmals 1905), welche auch den Ödipuskomplex, die Kastrationsangst und den Penisneid behandeln. 1940 erscheint posthum mit Abriss der Psychoanalyse eine Bilanz seiner Studien.
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