Sophokles: Philoktet

Sophokles: Philoktet

Neuübersetzung
Übers. u. Hrsg.: Dräger, Paul. 143 S.
ISBN: 978-3-15-018973-3
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Auf dem Weg nach Troja hatten die Griechen Philoktet wegen seiner unheilbaren Wunde, die alles mit Gestank und Schmerzgeschrei erfüllte, einsam auf der Insel Lemnos ausgesetzt. Jahre später eröffnet ihnen ein Götterspruch: Nur mit Philoktet und seinem Bogen auf ihrer Seite können sie Troja erobern. So macht sich unter Odysseus’ Leitung eine Gesandtschaft auf den Weg, um Philoktet wieder zu gewinnen – doch die Mission droht zu scheitern… Dem Drama beigegeben ist die 52. Rede des Dion Chrysostomos, die Sophokles’ Stück mit den (nicht erhaltenen) Philoktet-Dramen von Aischylos und Euripides vergleicht.
Sophokles (496/496 v. Chr. in Kolonos – 406 v. Chr. in Athen) gehört neben Aischylos und Euripides zu den bedeutendsten Tragödiendichtern der Antike. Der Sohn eines Fabrikanten schrieb über 120 Stücke – von denen bis heute nur noch sieben vollständig erhalten sind – und ging im Wettstreit der Dramatiker 24 Mal als Sieger hervor. Aristoteles skizziert Sophokles in seiner »Poetik« als einen Erneuerer des Theaters: Er führte den dritten Schauspieler ein, erweiterte den 12-köpfigen Chor auf 15 und nutzte als Erster gemalte Bühnenkulissen. Sophokles’ berühmtes analytisches Drama König Ödipus zeigt den im Dialog vollzogenen Erkenntnisprozess des gleichnamigen thebanischen Königs, der im Wissen über den selbst verübten Vatermord und die Heirat der eigenen Mutter endet. In Antigone stürzt der Konflikt zwischen weltlichem und religiösem Recht die Protagonistin in ein Dilemma, das sie letzten Endes das Leben kostet. Einige heutige Interpreten erkennen in ihrem Widerstand gegen Kreon einen mutigen Akt zivilen Ungehorsams.