Poe, Edgar Allan: Die Morde in der Rue Morgue und andere Erzählungen

394 S.
ISBN: 978-3-15-020608-9
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Edgar Allan Poe, der Meister des Unheimlichen, Grauenhaften und Grotesken, verfasste mehr als 70 Kurzgeschichten, von denen sich die bekanntesten 21 hier versammelt finden: Die Grube und das Pendel handelt von den grauenhaften Foltermethoden zur Zeit der Spanischen Inquisition, Die Maske des Roten Todes erzählt von der Unaufhaltbarkeit einer Seuche und Das Fass Amontillado von einem perfiden Racheakt.
Doch Poe konnte nicht nur das Unheimliche und Makabre in Worte fassen, er erschuf auch den ersten analytisch denkenden Privatdetektiv der Literatur: In Der entwendete Brief und Die Morde in der Rue Morgue stellt der exzentrische Le Chevalier C. Auguste Dupin seine scharfsinnigen Fähigkeiten unter Beweis. – Mit einer kompakten Biographie des Autors.
Ein Manuskript per Flaschenpost
Das Stelldichein
Ligeia
In der Klemme
Der Untergang des Hauses Usher
William Wilson
Der Massenmensch
Die Morde in der Rue Morgue
Im Wirbel des Maelström
Eleonora
Das ovale Porträt
Die Maske des Roten Todes
Das verräterische Herz
Die Grube und das Pendel
Der Goldkäfer
Die schwarze Katze
Eine Geschichte vom Felsengebirge
Du bist der Täter
Der entwendete Brief
Die Tatsachen im Fall Valdemar
Das Fass Amontillado

Zu dieser Ausgabe
Anmerkungen
Zeittafel
Edgar Allan Poe (19.1.1809 Boston, Massachusetts – 7.10.1849 Baltimore, Maryland) setzt mit seinen psychologischen und morbiden Erzählungen neue Maßstäbe in der Schauerliteratur und gilt als ein Wegbereiter der modernen Kurzgeschichte. Poe ist mit zwei Jahren Waise und wird von dem Kaufmann John Allan aufgenommen. Zwar ist ihr Verhältnis schwierig, dennoch wird Poe später aus Dankbarkeit den Nachnamen Allan als zweiten Vornamen tragen. Während des Studiums der alten und neuen Sprache verschuldet sich Poe aufgrund seiner Trink- und Spielsucht. Er bricht mit Allan, wird Soldat und es entstehen erste Veröffentlichungen. Poe lebt ab 1832 in Baltimore, schafft mit dem Sieg seiner Kurzgeschichte MS. Found in a Bottle (dt. Flaschenpost) bei einer Literaturausschreibung den Durchbruch und arbeitet als erfolgreicher Journalist und Schriftsteller. Die Ehe mit seiner Cousine Virginia endet abrupt, als sie 1947 einer chronischen Krankheit erliegt. Poe sucht daraufhin Zuflucht im Alkohol und stirbt körperlich und finanziell ruiniert.
Poe malt in Erzählungen wie The Masque of the Red Death (dt. Die Maske des roten Todes), The Fall of the House of Usher (dt. Der Untergang des Hauses Usher), The Black Cat (dt. Die schwarze Katze) oder The Gold-Bug (dt. Der Goldkäfer) sowie in Gedichten wie The Raven (dt. Der Rabe) oder Annabel Lee ebenso verstörende wie ästhetische Bilder des Grauens, die Dichter wie Charles Baudelaire oder Stéphane Mallarmé inspirierten. Mit dem deduktiv kombinierenden Detektiven Auguste Dupin, Protagonist etwa in The Murders in the Rue Morgue (dt. Die Morde in der Rue Morgue), schuf Poe eine Vorlage des berühmten Sherlock Holmes und begründete das Genre der Detektivgeschichte mit. Daneben ebneten seine in The Philosophy of Composition (dt. Die Philosophie der Komposition) dargelegten Gedanken zur Poesie den Denkströmungen des Ästhetizismus und Symbolismus den Weg.
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