Marquard, Odo: Zukunft braucht Herkunft

Philosophische Essays
Nachw.: Wetz, Franz Josef
347 S.
ISBN: 978-3-15-020617-1
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Odo Marquard (1928–2015) gilt zu Recht als einer der scharfsinnigsten Essayisten unter den Philosophen. Sein ebenso pointierter wie polemischer und humoristischer Stil prägt sein Werk, das er selbst mit einem Augenzwinkern als »Transzendentalbelletristik« bezeichnet. Die Möglichkeiten der Philosophie sah er kritisch, sprach von Kompetenzverlust und schuf das Wortungetüm Inkompetenzkompensationskompetenz für die Bemühungen des Faches. Ironisch führte er aus, »Philosophie ist, wenn man trotzdem denkt«. Unverrückbar verteidigte er die Geisteswissenschaften. Den Menschen versteht er als Mangelwesen, als homo compensator. Marquard erhielt wichtige Preise, etwa den hochangesehenen Sigmund-Freud-Preis für wissenschaftliche Prosa sowie den Cicero-Rednerpreis.

Dieser Band versammelt 17 zentrale und bleibende Texte aus seinem Werk. Das Nachwort von Franz Josef Wetz würdigt die philosophische Lebensleistung Marquards.
Vorwort zur ersten Auflage 2003
Vorwort zur zweiten Auflage 2015

Abschied vom Prinzipiellen
Auch eine autobiographische Einleitung

Inkompetenzkompensationskompetenz?
Über Kompetenz und Inkompetenz der Philosophie

Lob des Polytheismus
Über Monomythie und Polymythie

Frage nach der Frage, auf die die Hermeneutik die Antwort ist

Universalgeschichte und Multiversalgeschichte

Entlastungen
Theodizeemotive in der neuzeitlichen Philosophie

Apologie des Zufälligen
Philosophische Überlegungen zum Menschen

Über die Unvermeidlichkeit der Geisteswissenschaften

Loriot lauréat
Laudatio auf Bernhard-Viktor von Bülow bei der Verleihung des Kasseler Literaturpreises für grotesken Humor 1985

Moratorium des Alltags
Eine kleine Philosophie des Festes

Einheit und Vielheit

Zeit und Endlichkeit

Zukunft braucht Herkunft
Philosophische Betrachtungen über Modernität und Menschlichkeit

Apologie der Bürgerlichkeit

Philosophie des Stattdessen

Skepsis als Philosophie der Endlichkeit

Fundamentalkantate
für Solostimme und Chor mit gemischten Gefühlen zum zehnjährigen Bestehen des Collegium Philosophicum Münster

Nachwort
Bürgerlicher Optimismus erwächst aus existentiellem Pessimismus
Textnachweise
Biographische Notiz
Veröffentlichungen
Odo Marquard (26.2.1928 Stolp – 9.5.2015 Celle) war Professor für Philosophie an der Universität Gießen. Zuvor hatte er Philosophie, Germanistik und Theologie an den Universitäten Münster und Freiburg studiert. Von 1984 bis 1987 war Marquard zudem Präsident der ›Allgemeinen Gesellschaft für Philosophie in Deutschland‹. Marquard gilt zu Recht als einer der scharfsinnigsten Essayisten unter den Philosophen. Sein ebenso pointierter wie polemischer und humoristischer Stil prägte sein Werk, das er selbst mit einem Augenzwinkern (in Anlehnung an Immanuel Kant) als ›Transzendentalbelletristik‹ bezeichnete. Die Möglichkeiten der Philosophie sah er kritisch, sprach von Kompetenzverlust und schuf das Wortungetüm Inkompetenzkompensationskompetenz für die Bemühungen des Faches. Ironisch führte er aus, ›Philosophie ist, wenn man trotzdem denkt‹. Unverrückbar verteidigte er die Geisteswissenschaften. Den Menschen verstand er als Mangelwesen, als homo compensator. In philosophischer Skepsis befasst sich Marquard in Abschied vom Prinzipiellen mit der Endlichkeit des Menschen. Sammlungen seiner Essays liegen etwa unter den Titeln Zukunft braucht Herkunft, Philosophie des Stattdessen, Individuum und Gewalteinteilung oder Skepsis in der Moderne vor. Marquard erhielt wichtige Preise, etwa den hochangesehenen Sigmund-Freud-Preis für wissenschaftliche Prosa sowie den Cicero-Rednerpreis.
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