Peters, Jörg; Rolf, Bernd : Texte und Materialien. Kant & Co. im Interview

Texte und Materialien. Kant & Co. im Interview. Fiktive Gespräche mit Philosophen über ihre Theorien

Von Peters, Jörg; Rolf, Bernd
Originalausgabe. 167 S.
ISBN: 978-3-15-015062-7
Der Philosophieunterricht kennt das Problem, dass die Originaltexte der großen Denker oft zu lang und zu komplex sind. Hier schafft das Büchlein Abhilfe: In fiktiven Gesprächen mit Menschen von heute kommen die Philosophen selbst zu Wort und erklären schülergerecht, was es mit dem kategorischen Imperativ, dem Utilitarismus, dem Gesellschaftsvertrag, dem Höhlengleichnis und vielen anderen zentralen Ideen der Philosophiegeschichte auf sich hat. So entsteht Gelegenheit zu kritischen Rückfragen und zu lebendigen Diskussionen.

Rede und Antwort stehen Platon, Aristoteles, Thomas Hobbes, John Locke, David Hume, Jean-Jacques Rousseau, Immanuel Kant, Jeremy Bentham, John Stuart Mill, Karl Marx, Wilhelm Dilthey, Karl Popper, Hans Jonas, Arnold Gehlen und Peter Singer.
Inhalt
Vorwort

1. Der Mensch – ein Mängelwesen? (Arnold Gehlen)
2. Das Nützlichkeitsprinzip (Jeremy Bentham, John Stuart Mill, Peter Singer)
3. Der kategorische Imperativ (Immanuel Kant)
4. Eine Ethik für die technische Zivilisation (Hans Jonas)
5. Wozu braucht man eigentlich einen Staat? (Thomas Hobbes, John Locke, Jean-Jacques Rousseau)
6. Friede und Völkerrecht (Immanuel Kant)
7. Glückseligkeit und Tugend (Aristoteles)
8. Arbeit und Eigentum (John Locke)
9. Was ist ein gerechter Lohn? (Karl Marx)
10. Das Dunkel der Höhle und das Licht der Idee (Platon)
11. Wie der Mensch zu Ideen gelangt (John Locke)
12. Erfahrung statt Vernunft (David Hume)
13. Die kopernikanische Wende in der Philosophie (Immanuel Kant)
14. Wir können nur aus Fehlern lernen (Karl Raimund Popper)
15. Erklären und Verstehen (Wilhelm Dilthey)

Arbeitsvorschläge
Literaturhinweise
Die Autoren
Jörg Peters, Dr. phil., Lehrer für Philosophie, Praktische Philosophie und Englisch in Oberhausen; Tätigkeit in der Lehrerfort- und -weiterbildung, Mitarbeit an der Entwicklung des Faches Praktische Philosophie in Nordrhein- Westfalen. – Zahlreiche Veröffentlichungen in philosophiedidaktischen Zeitschriften und Anthologien, Autor und Herausgeber von mehreren Schulbüchern für die Fächer Philosophie und Praktische Philosophie.

Bernd Rolf, Dr. phil., Lehrer für Philosophie, Praktische Philosophie und Deutsch in Kevelaer; Tätigkeit in der Lehrerfort- und -weiterbildung, Mitarbeit an der Entwicklung des Faches Praktische Philosophie in Nordrhein- Westfalen, Fachberater für Philosophie bei der Bezirksregierung Düsseldorf, Fach seminarleiter für Philosophie / Praktische Philosophie am Studienseminar für Lehrämter an Schulen in Krefeld, Vorsitzender des Fachverbandes Philosophie e.V. – Zahlreiche Veröffentlichungen in philosophiedidaktischen Zeitschriften und Anthologien, Autor und Herausgeber von mehreren Schulbüchern für die Fächer Philosophie und Praktische Philosophie.
Vorwort

Häufig fällt es Schülerinnen und Schülern schwer, sich mit einigen der bedeutendsten Ideen der Philosophiegeschichte auseinanderzusetzen. Viele Texte weisen sprachlich einen kaum zu bewältigenden Schwierigkeitsgrad auf oder sie verlangen den Schülerinnen und Schülern ein zu hohes Abstraktionsniveau ab. In wiederum anderen Quellen werden so komplexe Theoriegebäude vorgestellt, dass eine große Anzahl von Schülerinnen und Schülern – sofern sie keine Orientierung finden – häufig nur sehr schwer einen Zugang zu den zu besprechenden Lehren finden. Daher ist es im Unterricht oft mühsam, einen philosophischen Text zu analysieren bzw. den Argumentationsgang zu rekonstruieren.

Einen möglichen Ausweg aus dieser unbefriedigenden Situation bietet das vorliegende Buch. Gängige Ideen und Theorien, die in den Originaltexten der großen Philosophen zu finden und in den Jahrgangsstufen 10 bis 12 bzw. 11 bis 13 zu behandeln sind, liegen in diesem Band in einer für Schülerinnen und Schüler angemessenen Sprache und Präsentation vor. Das hier gewählte Verfahren ist die Transformation der Originaltexte in fiktive Dialoge. Es bietet neben der besseren Verständlichkeit noch weitere Vorteile: Durch die Möglichkeiten der Auswahl bestimmter Argumente, der Zusammenfassung zentraler Beweisführungen und der Umstellung von Gedanken erlaubt sie didaktische Vereinfachung und ermöglicht zusätzlich die Gelegenheit zur Erläuterung schwieriger Sachverhalte.

Hinzu kommt, dass diese Textsorte auf Schülerinnen und Schüler motivierend wirkt. Dies liegt nicht zuletzt an der Art der Darbietung. Die hier präsentierten Dialoge sind alle für Jugendliche geschrieben und damit auch an ihre lebensweltlichen Bezüge angebunden. Es handelt sich um Gespräche zwischen Fachleuten (Philosophen) und Laien (Schülerinnen und Schülern, Moderatoren, Arbeitern oder Vorstandsvorsitzenden). Alle Dialoge sind grundsätzlich in eine Rahmenhandlung eingebettet, in der Jugendliche beispielsweise eine Zeitreise zu Platon nach Athen oder nach England zu Bentham und Mill sowie nach Amerika zu Peter Singer antreten, in der Philosophen wie Locke und Hume in die Gegenwart reisen, um einer Schulklasse Rede und Antwort zu stehen, in der Hobbes, Locke und Rousseau eine Podiumsdiskussion führen, in der Kant, Dilthey und Popper in Talkshows ihre Theorien vorstellen, in der ein Schüler Arnold Gehlen anruft oder Kant im Traum begegnet.

Die Kapitelüberschriften nennen jeweils nach dem Namen des Philosophen den Titel seines Werkes, das die im Gespräch behandelten Thesen enthält. Die Leitbegriffe und im jeweiligen philosophischen Diskurs eingebürgerten Fachtermini sind in den Gesprächen durch Kursivdruck markiert.

Die hier vorliegenden Gespräche behandeln Fragen und Problemstellungen von der Anthropologie über Ethik und Staatsphilosophie bis hin zu Erkenntnis- und Wissenschaftstheorie. Sie können im Unterricht ergänzend zu den Ausschnitten aus den originalen Quellen und als Hilfestellung zu deren Verständnis eingesetzt werden.

Schließlich ist dieses Buch auch als Lesebuch für all diejenigen gedacht, die sich mit philosophischen Ideen auseinandersetzen und sich auf unterhaltsame Weise einen ersten Überblick über die Lehren der großen Philosophen verschaffen wollen.
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