Texte zur Sprachphilosophie

Hrsg.: Pfister, Jonas
414 S.
ISBN: 978-3-15-018908-5
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Die Sprachphilosophie ist eines der wichtigsten Gebiete der Philosophie überhaupt: Der Band vereinigt 30 klassische Texte von Platon bis heute und teilt dabei die Texte in bestimmte thematische Gruppen ein, wie etwa »Die Struktur der Sprache«, »Wörter, Gegenstände und Ideen«, »Der Ursprung der Sprache«, »Die Kunst des Verstehens«, »Relativität von Sprache und Denken«, »Eigennamen und Kennzeichnungen«, »Theorien der Bedeutung«, »Mit Sprache etwas tun« sowie »Implikatur, Metapher und Ironie«. Die einzelnen Themen und Texte werden jeweils durch eine kurze Einführung erschlossen. Auf diese Weise bietet der Band einen hilfreichen Überblick für Studierende der Philosophie sowie für jeden, der sich für die Grundlagen von Sprache interessiert.
Vorwort

I. Die Struktur der Sprache

1. Namen: Natur oder Konvention?
PLATON: Kratylos
2. Nomen, Verb, Satz
PLATON: Der Sophist
3. Aussagen, Wahrheit und Behauptung
ARISTOTELES: Von der Auslegung
4. Das Gesagte
AUGUSTINUS: Von der Dialektik
5. Unterscheidungen für Termini
WILHELM VON OCKHAM: Summa Logicae

II. Wörter, Gegenstände und Ideen

1. Wörter stehen für Ideen
JOHN LOCKE: Von den Wörtern
2. Wahrheit weder in den Dingen noch in
den Begriffen
GOTTFRIED WILHELM LEIBNIZ: Dialog über die
Verknüpfung zwischen Dingen und Worten
3. Wörter stehen für Dinge
JOHN STUART MILL: Von Namen

III. Der Ursprung der Sprache

1. Sprache dank Reflexionsfähigkeit
JOHANN GOTTFRIED HERDER: Abhandlung über den Ursprung der Sprache
2. Sprache dank angeborener Ideen
NOAM CHOMSKY: Sprache und unbewußte Kenntnis
3. Sprache dank Kooperation
MICHAEL TOMASELLO: Die Ursprünge der menschlichen Kommunikation

IV. Die Kunst des Verstehens

1. Das sprachliche Erfassen des Gedachten
FRIEDRICH DANIEL ERNST SCHLEIERMACHER: Hermeneutik und Kritik
2. Der Zirkel des Verstehens
HANS-GEORG GADAMER: Grundzüge einer Theorie der hermeneutischen Erfahrung

V. Relativität von Sprache und Denken

1. Sprache als Ausdruck der Weltansicht
WILHELM VON HUMBOLDT: Über die Verschiedenheit des menschlichen Sprachbaues und ihren Einfluß auf die geistige Entwicklung des Menschengeschlechts
2. Das sprachliche Relativitätsprinzip
BENJAMIN LEE WHORF: Naturwissenschaft und Linguistik

VI. Eigennamen und Kennzeichnungen

1. Sinn und Bedeutung
GOTTLOB FREGE: Über Sinn und Bedeutung
2. Kennzeichnungen als quantifizierte Aussagen
BERTRAND RUSSELL: Über das Kennzeichen
3. Referieren als Handlung
PETER STRAWSON: Über Referenz
4. Starre Designatoren
SAUL KRIPKE: Name und Notwendigkeit

VII. Theorien der Bedeutung

1. Abbildtheorie
LUDWIG WITTGENSTEIN: Tractatus Logico-Philosophicus
2. Verifikationistische Theorie
RUDOLF CARNAP: Überwindung der Metaphysik durch logische Analyse der Sprache
3. Bedeutungsskeptizismus
WILLARD VAN ORMAN QUINE: Wort und Gegenstand
4. Wahrheitskonditionale Theorie
DONALD DAVIDSON: Radikale Interpretation
5. Bedeutung als Gebrauch
LUDWIG WITTGENSTEIN: Philosophische Untersuchungen
6. Meinen
PAUL GRICE: Intendieren, Meinen, Bedeuten
7. Intentionalistische Theorie
JONATHAN BENNETT: Die Strategie des Bedeutungs-Nominalismus

VIII. Mit Sprache etwas tun

1. Organonmodell
KARL BÜHLER: Sprachtheorie
2. Lokutionär, illokutionär, perlokutionär
JOHN LANGSHAW AUSTIN: Zur Theorie der Sprechakte
3. Meinen und illokutionärer Akt
JOHN ROGERS SEARLE: Sprechakte

IX. Implikatur, Metapher und Ironie

1. Kooperationsprinzip und Konversationsmaximen
PAUL GRICE: Logik und Konversation
2. Relevanztheorie
DAN SPERBER / DEIRDRE WILSON: Ungenaue Rede

Textnachweise
Literaturhinweise