Stramm, August: Gedichte, Dramen, Prosa, Briefe

Stramm, August: Gedichte, Dramen, Prosa, Briefe

Hrsg.: Drews, Jörg. 242 S.
ISBN: 978-3-15-009929-2
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Gedichte:
Abend - Abendgang - Allmacht - Angriff - Angststurm - Begegnung - Blüte - Dämmerung - Der Morgen - Der Ritt - Die Menschheit - Erfüllung - Erhört - Erinnerung - Feuertaufe - Fluch - Frage - Freudenhaus - Frostfeuer - Gefallen - Gewitter - Granaten - Haidekampf - Heimlichkeit - Im Feuer - Kampfflur - Krieg - Krieggrab - Liebeskampf - Mairegen - Mondblick - Mondschein - Patrouille - Schlacht - Schlachtfeld - Schön - Schrapnell - Schrei - Schwermut - Sehnen - Siede - Signal - Spiel - Sturmangriff - Tanz - Traum - Traumig - Trieb - Triebkrieg - Untreu - Urtod - Urwanderung - Verabredung - Verhalten - Vernichtung - Verzweifelt - Vorfrühling - Vorübergehn - Wache - Wacht - Wankelmut - Wecken - Weltwehe - Werben - Werttod - Wiedersehen - Wunde - Wunder - Zwist
Dramen:
Rudimentär - Sancta Susanna - Kräfte - Geschehen
Prosa:
Der Letzte - Warten
Briefe
August Stramm, 29. 7. 1874 Münster – 1. 9. 1915 bei Brest-Litowsk (Russland).
Der Sohn eines Postbeamten trat nach dem Abitur 1893 selbst in den Postdienst ein und stieg im Verwaltungsdienst auf. 1905 wurde er nach Berlin versetzt; als Gasthörer studierte er Nationalökonomie, Geschichte und Philosophie und promovierte 1909 in Halle mit einer Arbeit über das Weltporto zum Dr. phil. Als Hauptmann der Reserve wurde er bei Kriegsbeginn eingezogen und fiel als Bataillonskommandeur an der Ostfront. S. begann nach der Jahrhundertwende mit dramatischen Dichtungen naturalistischer und lyrisch-symbolistischer Art. Die entscheidende Wende in seinem Schaffen bedeutete die Begegnung mit H. Walden, dem Herausgeber der expressionistischen Zeitschrift Der Sturm. S. wurde zum Exponenten der im Sturm-Kreis vertretenen Wortkunst-Theorie, die auf das »Unmittelbare« hinter den Konventionen der Sprache zielte und es im einzelnen Wort zu finden glaubte. Verbunden mit einer »Hinneigung zum Futurismus« (S.) äußern sich diese Vorstellungen bei S. im Zerbrechen syntaktischer und hierarchischer Strukturen, in häufigen Ein-Wort-Zeilen, in semantisch nicht eindeutigen Verbalsubstantiven, in Neologismen, Wortverkürzungen und äußerster Konzentration und Reduktion. Zugleich ergeben sich durch Variation, Wiederholung und Reihung neue konstruktive Ordnungen. S. verwirklichte diese Vorstellungen in einer Reihe von 1914–16 als »Sturm-Bücher« veröffentlichten Einaktern und dem Gedichtzyklus Du, in dem die Polarität von Ich und Du in einer mystizistischen All-Einheit aufgehoben wird. Postum erschien eine Sammlung von noch stärker verdichteten Kriegsgedichten (Tropfblut), scharf konturierte Momentaufnahmen und Evokationen des Schrecklichen und Sinnlosen, modifiziert durch Andeutungen eines zyklischen kosmischen Prozesses von Werden und Vergehen.

In: Reclams Lexikon der deutschsprachigen Autoren. Von Volker Meid. 2., aktual. und erw. Aufl. Stuttgart: Reclam, 2006. (UB 17664.) – © 2001, 2006 Philipp Reclam jun. GmbH & Co., Stuttgart.