Kafka, Franz: Ein Landarzt und andere Prosa (EPUB)

Kafka, Franz: Ein Landarzt und andere Prosa
(E-Book)

Hrsg.: Müller, Michael
EPUB (mit unsichtbarem Wasserzeichen).
Für E-Reader/Tablet/Smartphone/PC/Mac.
Zur Umfangsorientierung: Buchausgabe hat 166 S.
ISBN: 978-3-15-961284-3
3,49 €

inkl. MWSt., versandkostenfrei

Lieferung: Sofort per Download.

Informationen zu Bestellung, Vertragsschluss, Zahlung, Widerruf



Dieser Band versammelt Erzählungen und Kurzprosa von Franz Kafka aus den Jahren 1916 bis 1924: die Sammlungen Ein Landarzt und Ein Hungerkünstler sowie die bedeutendsten kurzen Texte aus dem Nachlass.

E-Book mit Seitenzählung der gedruckten Ausgabe: Buch und E-Book können parallel verwendet werden.
Ein Landarzt:
Der neue Advokat - Ein Landarzt - Auf der Galerie - Ein altes Blatt - Vor dem Gesetz - Schakale und Araber - Ein Besuch im Bergwerk - Das nächste Dorf - Eine kaiserliche Botschaft - Die Sorge des Hausverwalters - Elf Söhne - Ein Brudermord - Ein Traum - Ein Bericht für eine Akademie
Der Kübelreiter
Erzählungen aus dem Nachlaß:
Die Brücke - Der Jäger Gracchus - Beim Bau der Chinesischen Mauer - Der Schlag ans Hoftor - Der Nachbar - Eine Kreuzung - Eine alltägliche Verwirrung - Das Schweigen der Sirenen - Prometheus - Zur Frage der Gesetze - Poseidon - Das Stadtwappen - Kleine Fabel - Gibs auf! - Von den Gleichnissen
Ein Hungerkünstler:
Erstes Leid - Eine kleine Frau - Ein Hungerkünstler - Josefine, die Sängerin oder Das Volk der Mäuse
Franz Kafka, 3. 7. 1883 Prag – 3. 6. 1924 Kierling bei Klosterneuburg.
Der aus einer jüdischen Kaufmannsfamilie stammende K. studierte nach dem Abitur 1901 Jura an der Deutschen Universität Prag (Staatsprüfung 1903, Promotion 1906). Danach arbeitete er als Versicherungsjurist zunächst bei den Assicurazioni Generali, dann seit 1908 bei der Arbeiter-Unfall-Versicherungs-Anstalt in Prag, wo er bis zum Obersekretär aufstieg. 1922 wurde er wegen seiner fortschreitenden, 1917 zuerst offen ausgebrochenen Krankheit (Tuberkulose) pensioniert. Von September 1923 bis März 1924 lebte er in Berlin bei Dora Diamant, der letzten seiner komplizierten Frauenbeziehungen mit Verlobungen und Entlobungen (Felice Bauer, Julie Wohryzek, Milena Jesenská). Seit der Aufnahme seiner (ungeliebten) Berufstätigkeit schrieb K., meist nachts. Seine erste große Erzählung Das Urteil entstand in der Nacht vom 22. zum 23. September 1912. Sie bedeutete den Durchbruch zu einem eigenen Erzählstil, für den sprachliche Präzision und realistische Detailschilderung ebenso charakteristisch sind wie das Ineinanderfließen von Traum und Wirklichkeit. Dabei entspricht die für K.s Erzählungen typische unmerkliche Verschiebung vom Realen ins Phantastische (und Groteske) dem Eindringen des Unbewussten (einschließlich des unbewussten Schuldgefühls). Hinter der Oberfläche liegt eine andere, vielfältigen Deutungen unterworfene Realität. Mit dieser neurotischen ›Familiengeschichte‹ gestaltete K. zum ersten Mal eines seiner zentralen Themen, das der bürgerlichen Familie mit ihren Widersprüchen und Zwängen, das in verschiedenen Variationen sein Werk durchzieht (Die Verwandlung, Ein Landarzt, Brief an den Vater, Das Schloß, Der Verschollene u. a.). Die Grunderfahrung der Fremdheit in einer als labyrinthisch bzw. ›kafkaesk‹ verstandenen Welt findet ihren Ausdruck im gesellschaftlichen Bereich u. a. in den Institutionen der Justiz, der Bürokratie und der modernen Technik (In der Strafkolonie, Der Prozeß, Das Schloß u. a.). Dieser Welt der Entfremdung und der Zwänge stellt K. in seinen Tiergestalten und Tiergeschichten eine (ebenso vieldeutige) naturhafte Gegenwelt entgegen. Damit verbindet sich das Thema der Kunst in der Gesellschaft (Ein Hungerkünstler). K.s drei Romane (Der Prozeß, Das Schloß, Der Verschollene bzw. Amerika) blieben unvollendet; K. hielt sie in seinem hohen Kunstanspruch für missglückt. Sie wurden – wie zahlreiche andere zu Lebzeiten ungedruckte Texte – von M. Brod aus dem Nachlass veröffentlicht, den er eigentlich hätte vernichten sollen. Als gleichnishafter Ausdruck der Fremdheit des Menschen in der modernen Welt, als Zusammenfassung der Tendenzen des Jahrhunderts fand K.s Werk v. a. nach dem Zweiten Weltkrieg weltweite Resonanz – und vielfältige Deutungen.
PC/Mac OS X:Für die Anzeige von EPUB-Dateien benötigen Sie eine Lese-Software, etwa das kostenlos erhältliche Programm Adobe Digital Editions.
E-Reader und Tablets (außer Apple- und Kindle-Reader):EPUB-Dateien können auf allen gängigen E-Readern angezeigt werden.
iPad, iPhone oder iPod Touch:EPUBs mit Wasserzeichen können über iTunes auch auf Apple-Geräte importiert und mit entsprechender Lesesoftware (z. B. iBooks) angezeigt werden.
Kindle-Lesegeräte:Die auf www.reclam.de erhältlichen EPUB-Dateien sind mit Kindle-Geräten nicht kompatibel.
Weitere häufig gestellte Fragen und Antworten finden sie in unseren E-Book-FAQs