Übersicht über aktuelle Veranstaltungen
15.09.2026 19:00 Uhr Rittersche Buchhandlung Soest
Das Jahr in Büchern. Literaturtipps für jeden Tag
Welche Romane, Gedichte oder Theaterstücke lohnt es, wieder in die Hand zu nehmen oder erstmals für sich zu entdecken? Rainer Moritz macht aus der Not eine Tugend und gibt unerschrocken satte 366 Literarturtipps.
Eintritt: € 15,-
Weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier.
16.09.2026 19:30 Uhr Bücher Weyer Köln
Warum wir dümmer klüger wären
Wir leben in einer Zeit, in der kluge Köpfe gelobt und smarte Geräte gefeiert werden. Doch ist diese Fixierung auf Klugheit nicht unser größter Denkfehler? Sollten wir in Zeiten von KI und Perfektionswahn die Begriffe Intelligenz, Kompetenz und Wissen nicht grundlegend neu denken?
Philosophisch tief und mit viel Humor erörtert Manuel Scheidegger an diesem Abend, warum echte Fehlerkultur wichtiger ist als Optimierung, wie Unsicherheit eine menschliche Stärke wird und uns intelligente Dummheit weiterbringt.
Anders als ein klassischer Autoren-Auftritt verbindet Scheidegger in seinen Lesungen philosophische Substanz mit Unterhaltung, Interaktion und echter Publikumsbeteiligung. An diesem Abend im Gespräch mit Torsten Fremer.
Eintritt: € 10,- (Regulär) / € 8,- (Ermäßigt)
Weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier.
17.09.2026 18:30 Uhr Institut für KI und demokratische Transformation Hamburg
Alles nur Fake? Künstliche Intelligenz, Kunst und Autorschaft
KI hält zunehmend Einzug in die Kunst: Apps erzeugen Gemälde, KI komponiert Musik, und Chatbots schreiben Gedichte. Der Vortrag setzt sich mit der Frage auseinander, ob KI tatsächlich Kunst schaffen kann bzw. ob es einen wesentlichen „menschlichen Faktor“ bei der Kunstproduktion gibt. Catrin Misselhorn stellt Thesen aus ihrem Buch Künstliche Intelligenz und das Ende der Kunst?. Sie betrachtet vor dem Hintergrund der wachsenden Fähigkeiten der KI traditionelle Konzepte der Kunsttheorie neu, etwa die Kunstdefinition und die Rolle von Autorschaft.
Weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier.
17.09.2026 19:30 Uhr FAT CAT München
Die menschlichen Dramen hinter der klassischen Musikgeschichte
Klassische Musik ist voller Dramen, Leidenschaft und Politik. Roland Zag öffnet die Tür zu den verborgenen Schicksalen hinter den Meisterwerken. Von Beethovens Wut auf Napoleon bis zu Gesualdos mörderischer Eifersucht: In 66 fesselnden Episoden erzählt der Autor von 1200 bis heute, wie das reale Leben die Kunst formt. Diese unterhaltsame Reise durch die Musikgeschichte benötigt kein Vorwissen. Sie zeigt die menschlichen Abgründe und Höhenflüge berühmter Komponisten und weckt die Lust, Klassik neu zu entdecken.
17.09.2026 19:30 Uhr GOLDA Books Berlin
Ein Konzept über Verletzlichkeit und seine Geschichte
Das Trauma umgibt uns anscheinend überall: Das Selbst ist verletzlich und das emotionale Gerüst fragil – und wir leben in Zeiten, in denen es scheint, dass jeder sein eigenes Paket Traumata mit sich herumträgt. Dabei verwässert die Bedeutung des Wortes zunehmend – denn alles kann plötzlich ›triggern‹.
Doch was ist ein Trauma überhaupt? Wie äußert es sich? Was sagt das Gehirn dazu? Und was der Körper? Und welche Formen der Heilung gibt es? Die besondere Perspektive der eigenen Betroffenheit verknüpft Julia Tautz mit Erkenntnissen aus Medizin, Psychologie, Geschichte, Kulturwissenschaften und Poesie.
Moderation: Daniel Sigge
Eintritt Vorverkauf: € 8,- (Regulär) / € 5,- (Ermäßigt)
Eintritt Abendkasse: € 9,- (Regulär) / € 6,- (Ermäßigt)
20.09.2026 14:00 Uhr Kurt Tucholsky Literaturmuseum Rheinsberg
Wie die Literatur der DDR verschwand
Als die DDR unterging, kam es fast über Nacht zur Demontage der gesamten ostdeutschen Literatur. Millionen Bücher wurden vernichtet, Verlage und Betriebe für wenige D-Mark veräußert, Bibliotheken geschlossen. Die Bewertung des schriftstellerischen Schaffens und der literarischen Werke – wie auch jener der bildenden Kunst oder des Theaters – erfolgte nicht nach ästhetischen Maßstäben, sondern nach ideologischen. Autorinnen und Autoren wurden pauschal als »staatsnah« oder »-fern« eingeteilt und aus dem kollektiven Gedächtnis verbannt. Das hatte traumatische Folgen, nicht nur für die Diffamierten.
Carsten Gansel zeigt in Ausradiert? exemplarisch, warum der Westen im Osten bis heute als dominant und übergriffig empfunden wird. Er wirbt in seinem Buch für einen anderen Blick auf die DDR-Literatur und die Ostdeutschen, inklusive einer Rehabilitierung.
Weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier.
23.09.2026 19:30 Uhr Insel der Bücher Essen
Das Jahr in Büchern. Literaturtipps für jeden Tag
Welche Romane, Gedichte oder Theaterstücke lohnt es, wieder in die Hand zu nehmen oder erstmals für sich zu entdecken? Rainer Moritz macht aus der Not eine Tugend und gibt unerschrocken satte 366 Literarturtipps.
24.09.2026 19:30 Uhr Die GEMEINNÜTZIGE Lübeck
Litterärisches Gespräch – Milieu und Witz
Alice Berend wuchs in einem großbürgerlichen jüdischen Haushalt in Berlin auf. Schon früh begann sie zu schreiben, erst als Journalistin, als Stückeschreiberin für ein Kindertheater, schließlich als Romanautorin. Ihre Schwester Charlotte wurde eine Malerin, Schülerin und Ehefrau von Lovis Corinth. Zwischen 1912 und 1933 erlebte die Erfolgsautorin eine Millionenauflage ihrer Romane, die durch kenntnisreiche, ironisch durchwirkte Schilderung des Berliner Kleinbürger-Milieus bestechen. Berends Protagonistinnen kämpfen mit Witz und praktischer Lebensweisheit um den sozialen Aufstieg. Als Jüdin durfte Alice Berend in Nazideutschland nicht mehr publizieren, zog sich nach Italien zurück und starb verarmt 1938.
Margret Greiner wird aus dem Roman „Frau Hempels Tochter" lesen und über Leben und Werk der Autorin referieren, die wesentlich mehr war als eine „Trivialschriftstellerin“.
Weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier.
25.09.2026 19:00 Uhr Haus des Gastes Feldberger Seenlandschaft
Wie die Literatur der DDR verschwand
Als die DDR unterging, kam es fast über Nacht zur Demontage der gesamten ostdeutschen Literatur. Millionen Bücher wurden vernichtet, Verlage und Betriebe für wenige D-Mark veräußert, Bibliotheken geschlossen. Die Bewertung des schriftstellerischen Schaffens erfolgte nicht nach ästhetischen Maßstäben, sondern nach ideologischen. Autorinnen und Autoren wurden pauschal als »staatsnah« oder »-fern« eingeteilt und aus dem kollektiven Gedächtnis verbannt. Das hatte traumatische Folgen, nicht nur für die Diffamierten.
Carsten Gansel zeigt exemplarisch, warum der Westen im Osten bis heute als dominant und übergriffig empfunden wird. Er wirbt für einen anderen Blick auf die DDR-Literatur und die Ostdeutschen, inklusive einer Rehabilitierung.
Moderation: Annelie Kaduk
25.09.2026 20:00 Uhr Kulturstube Duderstadt
Herrscherin, Rebellin, Mäzenin
Sie war Königstochter, Philosophin, Theatergründerin, Exilantin - und eine der eigenwilligsten Persönlichkeiten ihrer Epoche. Kristina von Schweden (1626-1689) reagierte ein mächtiges Königreich, dankte freiwillig ab, konvertierte zum Katholizismus und begann ein neues Leben im Zentrum der römischen Barockwelt.
Diese Biografie beleuchtet ihr Leben als bewusst gewählte Gratwanderung zwischen Macht und Autonomie. Jutta Jacobi zeigt Kristina als politische Akteurin und intellektuelle Rebellin, als Frau, die sich weder in Rollenbilder noch in Konfessionen zwängen ließ - und die Europas Geschichte nicht nur regierte, sondern auch inspirierte.
Die Autorin Jutta Jacobi präsentiert ihre neueste Biografie und lädt zu einem besonderen Abend voller Literatur und Atmosphäre ein. Begleitet wird die Lesung musikalisch von der Harfenistin Daiva Mainka, deren feinfühlige Klänge den Abend auf besondere Weise bereichern.
Eintritt: € 20,-
Weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier.