Gabriele Reuter

Das Tränenhaus. Roman

Mit einem Nachwort von Annette Seemann – Eine berührende Geschichte über die Kraft weiblicher Solidarität

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Ein Plädoyer für weibliche Solidarität

Abseits der Blicke der Außenwelt, draußen in der schwäbischen Provinz, führt eine patente Hebamme ein Frauenheim. Wer diskret ein Kind zur Welt bringen will, findet hier Unterschlupf. Auch die Schriftstellerin Cornelie Reimann zieht sich hierhin zurück. Nur zeigt die Fassade bald Risse, rohe Schikanen nehmen ihren Lauf – und Cornelie erkennt den hohen Preis ihres Wunsches, eine selbstbestimmte Mutter zu sein.
Das Tränenhaus wurde bei Erscheinen 1908 zum Skandal und eröffnet heute eine einzigartige Perspektive auf die Ursprünge des Umgangs mit weiblicher Selbstermächtigung.

»Dieses Grundbuch der frühen Frauenbewegung von 1896 kann man ohne Weiteres neben Fontane stellen.«
Tilman Krause über Aus guter Familie


Produktbeschreibung

  • ISBN: 978-3-15-962567-6
  • Produktart: E-Book
  • Ausstattung: E101
  • Erschienen: 18.03.2026
  • Autor / Autorin: Gabriele Reuter
  • Nachwort von: Annette Seemann

Entdecken Sie zu diesem Buch

Gabriele Reuter (1859–1941) war bekannt für ihre realistischen und sozialkritischen Romane. Mit Aus guter Familie wurde sie über Nacht berühmt. Als Wegbereiterin der Frauenliteratur im 19. und frühen 20. Jahrhundert bot sie wertvolle Einblicke in die Lebensumstände ihrer Zeit und prägte die Diskussion über Geschlechterrollen und soziale Gerechtigkeit.
Annette Seemann, geb. 1959, lebt als Literaturwissenschaftlerin und Übersetzerin in Weimar. Ihre Schwerpunkte sind kulturgeschichtliche Publikationen zur Weimarer Geschichte und Biografien von Frauen, so zu Gabriele Reuter (2016) und zu den Töchtern von Thomas und Katia Mann (Die Töchter des Zauberers, 2024). Sie ist seit Gründung Vorsitzende des Fördervereins zugunsten der Herzogin Anna Amalia Bibliothek.

(Tilman Krause, )


Lesung & Gespräch zu »Das Tränenhaus«

07.05.2026 18:00 Uhr Studienzentrum der Herzogin Anna Amalia Bibliothek Weimar

Buchvorstellung und Gespräch mit Annette Seemann und Paulina Ebmeier

Inmitten der schwäbischen Provinz, fernab neugieriger Blicke, führt eine hartherzige, geldgierige Hebamme ein Frauenheim. Ledige Frauen, die unbemerkt ein Kind zur Welt bringen möchten, finden hier eine Zuflucht. Auch die Schriftstellerin Cornelie Reimann sucht diesen Ort auf. Doch dann der Schreck: Im Heim, von seinen Bewohnerinnen schmerzvoll als „Tränenhaus“ bezeichnet, herrschen raue Zustände. Vermehrt erleben die Bewohnerinnen rohe Schikanen und gesellschaftliche Verachtung. Cornelie erkennt, dass ihr Wunsch, eine selbstbestimmte Mutter zu sein, einen hohen Preis hat.

118 Jahre nach dem Erscheinen wird Reuters Roman in einer Neuauflage veröffentlicht, versehen mit einem Nachwort von Annette Seemann. Eindrucksvoll rekonstruiert Seemann die Entstehung jenes skandalumwitterten, mutigen Romans und unterstreicht die Aktualität seines Themas, das „Das Tränenhaus“ auch im Jahr 2026 zu einer wichtigen Lektüre macht.

Eintritt frei.

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