Lesung und Gespräch mit Carsten Gansel
23.04.2026 17:00 Uhr Bundesarchiv Neubrandenburg
Von der Demontage der DDR-Literatur
Mit dem Ende der DDR vollzog sich ein radikaler Umbruch in der ostdeutschen Buchlandschaft. Innerhalb kürzester Zeit wurde das literarische Erbe fast vollständig abgewickelt: Unzählige Bücher landeten im Müll, Verlage wurden zu Schleuderpreisen verkauft und Bibliotheken mussten schließen. Viele Schriftsteller sahen sich zudem mit dem pauschalen Vorwurf der Systemnähe konfrontiert, was zu ihrer Verdrängung aus dem öffentlichen Diskurs führte. Das hatte Folgen, die bis in die Gegenwart reichen.
Der Germanistik-Professor Dr. Carsten Gansel zeigt, inwieweit Literatur die Widersprüche der DDR-Gesellschaft authentisch erfasst hat. Er wirbt in seinem Buch für einen anderen Blick auf die DDR-Literatur und die Ostdeutschen und fordert ein Gespräch zwischen Ost und West auf Augenhöhe.
Eintritt frei.
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