Übersicht über aktuelle Veranstaltungen

Buchvorstellung & Diskussion mit Tanja Bührer

28.01.2026 17:00 Uhr Humboldt Forum Berlin

Deutschlands verdrängte Kolonialvergangenheit

Der Besuch des Maji-Maji-Museums in Songea, Tansania, durch Bundespräsident Steinmeier 2023 rief einer breiteren Öffentlichkeit die entgrenzte Gewalt deutscher Kolonialherrschaft ins Bewusstsein. Die Gewaltformen im kolonialen Kontext Ostafrikas (1885 bis 1918) gingen über Guerillataktiken und die Politik der verbrannten Erde hinaus. Sie forderten hunderttausende zivile Opfer.
Tanja Bührer beschreibt über die gesamte Kolonialzeit hinweg entscheidende Schlachten, bei denen auch afrikanische Kriegsparteien die Initiative zum Angriff gegen die fremden Invasoren ergriffen, und setzt sie in die größeren Zusammenhänge der europäischen Expansion des fin de siècle.

Eintritt frei. 

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Vortrag von Barbara Schmitz

28.01.2026 19:00 Uhr Hospitalhof Stuttgart

Neue Wege zu Verletzbarkeiten und Resilienz

Verletzbarkeiten sind Teil unseres menschlichen Lebens als eine Quelle für Empathie, Solidarität und Sinn. Denn wir sind nicht nur autark und autonom. Durch Verletzbarkeiten sind wir offen und berührbar. Im Zusammenleben sind sie mitunter auch eine Herausforderung. Welche Zugänge, welche Wege zur Verletzbarkeit gibt es? Wie sollen wir als verletzbare Wesen mit der Natur umgehen? Trennen oder verbinden Gefühle wie Schmerz, Angst und Einsamkeit? Schafft Macht Verletzbarkeit? Wie sieht Gerechtigkeit für verletzbare Menschen aus? Und sollen wir wirklich resilient sein (müssen)?

Eintritt:  € 8,- (Normal), € 6,- (Ermäßigt)

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Lesung mit Rainer Moritz

29.01.2026 19:00 Uhr Schauenburger Märchenwache

Die Antwort auf die Frage: »Was soll ich lesen?«

Welche Romane, Gedichte oder Theaterstücke lohnt es, wieder in die Hand zu nehmen oder erstmals für sich zu entdecken? Rainer Moritz macht aus der Not eine Tugend und gibt unerschrocken satte 366 Literarturtipps.

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Buchvorstellung mit Rainer Mühlhoff

04.02.2026 18:30 Uhr Landeszentrale für politische Bildung Berlin

Wie Tech-Milliardäre Macht und Zukunft formen

Elon Musk und Donald Trump kündigen massenhaft Verwaltungsmitarbeitenden, um einen KI-Staat zu errichten. Tech-CEOs verkaufen künstliche Intelligenz (KI) als Heilsbringer für die größten Probleme der Menschheit, obwohl die entsprechende Industrie auf Ausbeutung und Menschenverachtung beruht.

Warum lässt sich die Öffentlichkeit durch Spekulation über Erlösung oder Auslöschung durch KI von den erheblichen Schäden durch KI in unserer Gegenwart ablenken? Wie erkennen wir die zunehmend faschistischen Tendenzen, die sich im Zusammenspiel von Tech-Industrie und der neuen Rechten bilden?

Der Autor Rainer Mühlhoff (Professor für Ethik und kritische Theorien der Künstlichen Intelligenz an der Universität Osnabrück) entwickelt Antworten und diskutiert Lösungsansätze. Er wird zunächst sein Buch vorstellen und dann mit Gästen ins Gespräch kommen.

Eintritt kostenlos.

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Podiumsdiskussion mit Hans-Peter Kunisch

04.02.2026 19:00 Uhr Deutsches Literaturarchiv Marbach

Die brisanten Briefe des Dichters

In den Briefen, die Rilke insbesondere nach dem Ersten Weltkrieg mit der jungen Mailänder Fürstin Aurelia Gallarati-Scotti wechselte, offenbart der Dichter eine noch immer wenig bekannte und gern verdrängte Seite: Er zeigt offen Sympathien für den italienischen Faschismus und autoritäre Regime – Gallarati-Scotti widerspricht ihm mit humanistischer Klarheit, woraufhin sich Rilke nur noch tiefer verrennt.
Hans-Peter Kunisch gelingt in seiner Biografie mit erzählerischen Mitteln eine brillante Analyse, die das Werk eines der bekanntesten deutschen Dichter und seine politischen Überzeugungen in einen neuen Kontext stellt.

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Lesung mit Marcus S. Kleiner

04.02.2026 19:30 Uhr Romanfabrik Frankfurt

Was erzählt Pop über die deutsche Geschichte?

Es wird laut. Und vielleicht auch ein bisschen wild. Prof. Dr. Marcus S. Kleiner, Medienwissenschaftler, Popkulturkenner und Bühnenprofi stellt sein neues Buch Keine Macht für Niemand – Pop und Politik in Deutschland vor und gibt natürlich auch musikalische Beispiele. Kleiner nimmt mit auf eine Reise durch seine Recherchen, erzählt von Songs mit Botschaft, Beats mit Geschichte und der Frage, wie politisch Popmusik eigentlich ist – und schon immer war.
Ein guter Grund, die Ohren zu spitzen und sich auf eine mitreißende Mischung aus Performance, Lesung und Musik einzulassen.

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Konzertlesung mit Agnes Imhof

01.03.2026 11:00 Uhr QuäkerHaus Bad Pyrmont

Krieg dem Kriege und ein Leben für den Frieden

Ernst Friedrich (1894–1967) führte ein Leben, in dem sich die die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts spiegelt. Vom Kleinbürger, der sich als Arbeiterkind ausgab, zum Anarchopazifisten, vom Schauspieler zum Gründer des ersten Antikriegsmuseums: Friedrichs Weg führte ihn durch die Grauen des Ersten Weltkriegs und die Wirren der Weimarer Republik, der Nazizeit und ins Exil.
Agnes Imhof schildert seine Biografie so fesselnd wie eindrücklich und beleuchtet seinen unermüdlichen Kampf für Frieden und Freiheit, den er mit politischem Engagement und einzigartigem Lebensmut verband.

Diese Lesung untermalt Agnes Imhof mit Friedensliedern jener Zeit, begleitet von Barbara Dembowsi am Flügel.

Eintritt frei, um Spende wird gebeten.

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Rilke-Abend von Clemens J. Setz

03.03.2026 18:00 Uhr Alte Feuerwache Mannheim

Und hinter tausend Stäben – Welche Welt?

Rainer Maria Rilke als Santa Claus?! Ernst, heiter und bedrohlich zugleich? Mit diesem Bild beginnt der österreichische Schriftsteller und Übersetzer Clemens J. Setz seine Rilke-Biographie. Das klingt doch mal nach einem anderen Blick – und den braucht es! Denn 2025 jährt sich nicht nur Rilkes 150. Geburtstag, sondern 2026 auch sein 100. Todestag.

Wie kann das gehen? Nun, man frage Clemens J. Setz und Barbara Auer, ob sie sich der Sache annehmen würden. Und siehe da: Sie fördern einiges an Merkwürdigkeiten zutage. Großes und Kleines aus dem Leben des Rainer Maria Rilke und vor allem aus dem Bergwerk seiner Texte und deren Betrachtungen durch die Außenwelt. Für den Mannheimer Abend hat Clemens J. Setz aus Rilkes Gedichten, Briefen und Prosa Passagen ausgewählt und arrangiert. Barbara Auer wird sie lesen, mit ihrem hinreißend einfühlsamen Sinn für die komischen und traurigen Seiten des allzu menschlichen Lebens, das Rainer Maria Rilke in Sprache fasste und selbst lebte.

Eine Veranstaltung im Rahmen des Lesen.Hören Literaturfests.

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Gespräch mit Claudia Kemper

10.03.2026 18:30 Uhr VHS-Forum im Museum am Neumarkt Köln

Zum internationalen Frauentag

Historikerin Dr. Claudia Kemper diskutiert die Komplexität von Geschlechterordnung und Gewalt und wie diese sich fortsetzt, wenn die Gewalt längst beendet ist oder weit entfernt stattfindet.

Nach ihrem Input wird Claudia Kemper mit Dr. Monika Hauser diskutieren. Hauser ist Gynäkologin und Gründerin der in Köln ansässigen und international agierenden Frauenorganisation medica mondiale, die sich gegen die allgegenwärtige sexualisierte Kriegsgewalt gegen Frauen einsetzt. Sie fordert: Frauenrechtsorganisationen und Aktivist*innen müssen politisch gestärkt und bei Verhandlungen und Wiederaufbau beteiligt sein.

Mit beiden Referentinnen führt an diesem Abend die Kölner Journalistin Alexandra Eul das Gespräch.

Eintritt kostenlos.

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Buchpremiere mit Carsten Gansel

26.03.2026 19:30 Uhr Uwe-Johnson-Bibliothek Güstrow

Wie die Literatur der DDR verschwand

Als die DDR unterging, kam es fast über Nacht zur Demontage der gesamten ostdeutschen Literatur. Millionen Bücher wurden vernichtet, Verlage und Betriebe für wenige D-Mark veräußert, Bibliotheken geschlossen. Die Bewertung des schriftstellerischen Schaffens und der literarischen Werke – wie auch jener der bildenden Kunst oder des Theaters – erfolgte nicht nach ästhetischen Maßstäben, sondern nach ideologischen. Autorinnen und Autoren wurden pauschal als »staatsnah« oder »-fern« eingeteilt und aus dem kollektiven Gedächtnis verbannt. Das hatte traumatische Folgen, nicht nur für die Diffamierten.
Carsten Gansel zeigt in Ausradiert? exemplarisch, warum der Westen im Osten bis heute als dominant und übergriffig empfunden wird. Er wirbt in seinem Buch für einen anderen Blick auf die DDR-Literatur und die Ostdeutschen, inklusive einer Rehabilitierung.

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