19.11.2026 20:00 Uhr Mausoleum Offenbach Rumpenheim
Brillanter Trompeter, Boxer und Jazzlegende
Er ist eine der größten Musikerpersönlichkeiten, seine Silhouette eine Ikone: Miles Davis war eine Naturgewalt, ein Virtuose der Wandlungen, der den Jazz mehrfach neu erfand. Er verband künstlerische Integrität mit Sensibilität und verschob die Grenzen des Jazz – von Birth of the Cool bis Bitches Brew und weit darüber hinaus. Sein Album Kind of Blue gilt vielen als die beste Jazz-Platte aller Zeiten. Weltweit erfolgreich, blieben rassistische Diskriminierung und die daraus resultierende Wut prägend für seine Persönlichkeit.
Dem Wissen und dem Reichtum an Farben, den Stefan Hentz bei seinen Recherchen zu Tage gefördert hat, versucht er nun bei seinen Buchvorstellungen live im Zusammenklang mit Musikern, in einem flexiblen Gewebe aus gesprochenem Wort und live gespielter Musik auf der Bühne nachvollziehbar zu machen. Getreu der Maxime: wer Miles Davis ehren will, darf ihn nicht kopieren, hat der Autor ein exquisites Trio zusammengestellt, in dem der im Rodgau groß gewordene und nicht nur im Rhein-Main-Gebiet bestens bekannte Gitarrist Ali Neander auf zwei der aufregendsten Musiker der deutschen Jazzszene trifft, auf den Pianisten, Komponisten und Leiter der Jazzabteilung an der Universität Mainz, Sebastian Sternal, und den Kölner Schlagzeuger und Hochschulprofessor Jonas Burgwinkel.
Eintritt: € 22,- (Regulär) / € 20,- (Ermäßigt)
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22.11.2026 19:00 Uhr Musikclub Turbine Gronau
Was erzählt Pop über die deutsche Geschichte?
Es wird laut. Und vielleicht auch ein bisschen wild. Prof. Dr. Marcus S. Kleiner, Medienwissenschaftler, Popkulturkenner und Bühnenprofi, stellt sein neues Buch „Keine Macht für Niemand – Pop und Politik in Deutschland“ vor – und bringt natürlich auch die passende Musik mit.
Mit Antilopen Gang, Akne Kid Joe, BAP, Blond, Wolf Biermann, Samy Deluxe, Fehlfarben, Fresh Familee, Fasia Jansen, Hans-A-Plast, Cem Karaca, Kettcar, Muff Potter, Nashi44, Schrottgrenze, Slime, Tocotronic, Hannes Wader, ZSK und vielen mehr geht es auf eine musikalische Reise durch seine Recherchen.
Unterhaltsam, scharfsinnig, hintergründig und mit Punk-Ästhetik. Ein Abend, der nicht nur zum Zuhören, sondern auch zum Mitdenken einlädt. Denn Pop war schon immer mehr als nur Musik – er erzählt Geschichten, stellt Fragen und mischt sich ein.
Eintritt: € 10,- (Abendkasse) / € 7,50 (Vorverkauf)
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23.11.2026 19:00 Uhr Evangelische Akademie Frankfurt
Warum das Völkerrecht zählt
Wie viel ist das Völkerrecht noch wert, wenn Autokraten Grenzen gewaltsam verschieben, internationale Regeln brechen und militärische Macht zunehmend den Ton angibt? Der Politikwissenschaftler Hendrik Simon widerspricht der Vorstellung, das Völkerrecht habe unter diesen Bedingungen seine Bedeutung verloren. In seinem Buch „Das Recht der Gewalt“ zeigt er, warum internationale Rechtsnormen weiterhin fortbestehen und für eine stabile internationale Ordnung unverzichtbar bleiben. Wenn Regeln gegen die Willkür standhalten sollen, stellt sich allerdings die Frage, wie diese durchgesetzt werden können, ohne damit neue Konflikte zu schüren. Gemeinsam mit Hendrik Simon und der Sicherheitsexpertin Elvira Rosert diskutieren wir, wie Recht und Macht im internationalen System zusammenwirken und warum Waffen allein keinen Frieden schaffen.
Moderation: Helge Bezold
Eintritt frei.
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24.11.2026 19:30 Uhr Grillo-Theater Essen
Deutschlandfunk Lesart Live
Sie sollen empathisch sein und muskulös aussehen, kochen können, Hemden bügeln und wissen, wie man eine Klospülung repariert. Männer stehen unter massivem Druck, viele sind verunsichert und auf der Suche nach ihrem Platz, einem neuen Rollenbild. Für die Gesellschaft sind perspektivlose junge Männer gefährlich. Denn viele flüchten sich, wenn sie sich isoliert und von Frauen in Bildung und Karriere überholt fühlen, in Hass, rechte Ideologien oder Gewalt.
Zukunftsforscher Tristan Horx analysiert diese männliche Identitätskrise und das Scheitern alter Rollenbilder. Seine Vision ist die »Mutual Liberation« – eine gemeinsame Befreiung aus digitalen Blasen und Konflikten.
Eintritt: € 8,-
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27.11.2026 16:30 Uhr Messe Wien
Telmo Pievani auf der Buch Wien
Die Unvollkommenheit ist nicht unser Mangel, sondern unser größtes Geschenk. Der renommierte Philosoph und Evolutionsbiologe Telmo Pievani zeigt in seiner brillanten Naturgeschichte, wie viel auch wir ›Fehlern‹ verdanken. Er deutet dabei scheinbare Mängel in faszinierende Fenster zur Evolution um – von den ersten zufälligen Zusammenstößen von Atomen, dem kosmischen Billiard der Planeten, den Fehlern bei Mutationen oder der Reduplikation der DNA bis zur schlecht angelegten Computertastatur.
Ein Plädoyer für die Schönheit des Unvollendeten – wissenschaftlich erhellend und gleichzeitig zutiefst menschlich.
Moderation: Juliane Nagiller
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27.11.2026 17:30 Uhr Stadtbibliothek Nürnberg
Hören kann glücklich machen
Musik kann trösten, inspirieren, motivieren und therapeutisch wirken. Doch wie tragen Pop-, Rock-, Rap- oder Soulsongs zu einem glücklichen Leben bei? Welche Lebensweisheiten, welchen Rat zur Lebensführung vermitteln ihre Lyrics? Live spielt Behrendt einige der im Buch versammelten „99 ½ Songs für ein erfülltes Leben“ im Original kurz ein, erklärt, erzählt und liest die eine oder andere Passage.
Eintritt: € 6,-
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28.11.2026 19:00 Uhr Black Plastic Dortmund
Die ultimative Liebeserklärung
Was macht ein ideales Intro aus? Sind Fortsetzungen von Klassikern eine gute Idee? Gibt es die perfekte Punchline? Jan Wehn geht den entscheidenden Fragen des Deutschrap nach – und findet in der reichen Geschichte des Genres die spannendsten Antworten. Er huldigt den prägenden Werken und Figuren, beleuchtet ihre Hintergründe und zeigt, warum diese Musik mehr ist als nur der Soundtrack einer Generation.
Special Guest: SN.FM
28.11.2026 19:00 Uhr Haus der Kunst München
Münchner Bücherschau: @kriegundfreitag und die Hohe Kunst des Nichtstuns
Tobias Vogel alias @kriegundfreitag, Social Media Star, Bestsellerautor und preisgekrönter Illustrator, bringt seine beliebten Strichmenschen auf die Bühne und zeigt mit ihnen das Leben in all seinen Facetten. Mit minimalistischen Zeichnungen und pointierten Kurztexten feiert er den Drang zum Nichtstun, den Lebensmittelpunkt Couch und die Frage, warum es Terminkalender heißt und nicht Verpassungsschutz. Klug, tiefgründig und sehr lustig.
Eintritt: € 16,- (Regulär) / € 13,- (Ermäßigt)
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29.11.2026 19:30 Uhr
Das neue Schweigen um alte Männerbilder
Was passiert, wenn eine Gesellschaft aufhört, Männern Geschichten zu erzählen, in denen sie sich wiederfinden können?
In diesem Vortrag analysiert Eva Ladipo, wie Popkultur, Politik und Medien ein Vakuum hinterlassen haben, das rechte Influencer, toxische Männerforen und autoritäre Rollenvorbilder wie Trump oder Musk füllen.
Zwischen Kinoleinwand und Kommentarspalten, zwischen #MeToo und der AfD wird deutlich: Wer über Männlichkeit nicht spricht, überlässt das Feld denen, die sie am liebsten in Machtfantasien und Frauenhass konservieren möchten.
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01.12.2026 10:00 Uhr Karl-Liebknecht-Haus Berlin
Wie die Literatur der DDR verschwand
Als die DDR unterging, kam es fast über Nacht zur Demontage der gesamten ostdeutschen Literatur. Millionen Bücher wurden vernichtet, Verlage und Betriebe für wenige D-Mark veräußert, Bibliotheken geschlossen. Die Bewertung des schriftstellerischen Schaffens und der literarischen Werke – wie auch jener der bildenden Kunst oder des Theaters – erfolgte nicht nach ästhetischen Maßstäben, sondern nach ideologischen. Autorinnen und Autoren wurden pauschal als »staatsnah« oder »-fern« eingeteilt und aus dem kollektiven Gedächtnis verbannt. Das hatte traumatische Folgen, nicht nur für die Diffamierten.
Carsten Gansel zeigt in Ausradiert? exemplarisch, warum der Westen im Osten bis heute als dominant und übergriffig empfunden wird. Er wirbt in seinem Buch für einen anderen Blick auf die DDR-Literatur und die Ostdeutschen, inklusive einer Rehabilitierung.