Übersicht über aktuelle Veranstaltungen
06.11.2026 18:30 Uhr Stadthallte Hohen Neudorf
Wie die Literatur der DDR verschwand
Als die DDR unterging, kam es fast über Nacht zur Demontage der gesamten ostdeutschen Literatur. Millionen Bücher wurden vernichtet, Verlage und Betriebe für wenige D-Mark veräußert, Bibliotheken geschlossen. Die Bewertung des schriftstellerischen Schaffens erfolgte nicht nach ästhetischen Maßstäben, sondern nach ideologischen. Autorinnen und Autoren wurden pauschal als »staatsnah« oder »-fern« eingeteilt und aus dem kollektiven Gedächtnis verbannt. Das hatte traumatische Folgen, nicht nur für die Diffamierten.
Carsten Gansel zeigt exemplarisch, warum der Westen im Osten bis heute als dominant und übergriffig empfunden wird. Er wirbt für einen anderen Blick auf die DDR-Literatur und die Ostdeutschen, inklusive einer Rehabilitierung.
Weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier.
07.11.2026 18:00 Uhr Kirchzartener Bücherstube
Wein und Sein
Von edlen Tropfen und billigem Fusel, der hohen Kunst der Kennerschaft und den Hindernissen zur Gaumenfreude: Mit feinem Witz und einem gewohnt sicheren Gespür für das Genussvolle feiert Peter Gaymann in seinen Weingedichten alles, was zwischen Rebstock und dem Duett der Gläser liegt. Ob Chardonnay oder Chianti, Weinseligkeit oder Katerstimmung – begleitet von seinen Cartoons wird jedes Gedicht zu einem liebevollen Augenzwinkern. Ein herrlich humorvoller Weinführer, der Kennern wie Genießern ein Lächeln auf die Lippen zaubern wird.
12.11.2026 19:00 Uhr Badehaus am See Neubrandenburg
Uwe Johnson-Tage 2026
Als die DDR unterging, kam es fast über Nacht zur Demontage der gesamten ostdeutschen Literatur. Millionen Bücher wurden vernichtet, Verlage und Betriebe für wenige D-Mark veräußert, Bibliotheken geschlossen. Die Bewertung des schriftstellerischen Schaffens erfolgte nicht nach ästhetischen Maßstäben, sondern nach ideologischen. Autorinnen und Autoren wurden pauschal als »staatsnah« oder »-fern« eingeteilt und aus dem kollektiven Gedächtnis verbannt. Das hatte traumatische Folgen, nicht nur für die Diffamierten.
Carsten Gansel zeigt exemplarisch, warum der Westen im Osten bis heute als dominant und übergriffig empfunden wird. Er wirbt für einen anderen Blick auf die DDR-Literatur und die Ostdeutschen, inklusive einer Rehabilitierung.
Moderation: Matthias Wolf
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12.11.2026 19:30 Uhr Buchhandlung Kape Velbert-Langenberg
Die LGBTQIA*-Bewegung und ihr Kampf für Gleichberechtigung
Queer bedeutet Vielfalt: Queere Menschen haben unterschiedliche sexuelle Orientierungen und Geschlechtsidentitäten, queer ist alles, was Kategorien sprengt und Heteronormativität in Frage stellt.
Die Journalistin Norma Schneider führt ein in all things queer, erzählt von queerer Identität und Community, macht neugierig auf Queer Theory und Queer Culture und beschreibt den bis heute andauernden Kampf für Gleichstellung und gegen Queerfeindlichkeit.
Eintritt: € 18,-
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13.11.2026 19:30 Uhr Pauluskirche Zuffenhausen
Das Jahr in Büchern. Literaturtipps für jeden Tag
Rainer Moritz lädt auf vielfältige Weise zu einem Spaziergang durch die Weltliteratur
ein. Zum einen gibt er Antworten auf die Fragen: »Was soll ich lesen? Welche Romane, Gedichte oder Theaterstücke lohnt es, wieder in die Hand zu nehmen oder erstmals für sich zu entdecken?«
Zum anderen stellt er seine Lieblingsfiguren der Weltliteratur vor und präsentiert eine höchst subjektive Auswahl, von Dagobert Duck über Madame Bovary bis zu Troubadix oder Emily Grimes.
Eintritt: € 10,- (Regulär) / € 8,- (Ermäßigt)
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15.11.2026 11:00 Uhr VHS Essen
Das neue Schweigen um alte Männerbilder
Was passiert, wenn eine Gesellschaft aufhört, Männern Geschichten zu erzählen, in denen sie sich wiederfinden können? Not am Mann analysiert mit Schärfe und Empathie, wie Popkultur, Politik und Medien ein Vakuum hinterlassen haben, das rechte Influencer, toxische Männerforen und autoritäre Rollenvorbilder wie Trump oder Musk füllen. Zwischen Kinoleinwand und Kommentarspalten, zwischen #MeToo und der AfD wird deutlich: Wer über Männlichkeit nicht spricht, überlässt das Feld denen, die sie am liebsten in Machtfantasien und Frauenhass konservieren möchten.
Ein Buch über Männlichkeit im Umbruch, über gefährliche Sehnsüchte – und darüber, wie wir Jungen und Männern wieder das Gefühl geben können, gesehen zu werden.
Moderation: Nikolaos Georgakis
Eintritt kostenlos.
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17.11.2026 18:30 Uhr Amerika-Gedenkbibliothek Berlin
IM FOKUS | Perspektiven auf künstliche Intelligenz
In seinem Essay “Künstliche Intelligenz und der neue Faschismus” beschreibt Rainer Mühlhoff das Zusammenspiel von Tech-Industrie und der neuen Rechten. Er befasst sich mit den Fragen: Wie erkennen wir die zunehmenden faschistischen Tendenzen, die aus diesem Zusammenspiel hervorgehen? Warum lässt sich die Öffentlichkeit durch Spekulation über Erlösung oder Auslöschung durch KI von den erheblichen Schäden durch KI in unserer Gegenwart ablenken? Und was können wir jetzt tun?
Im Gespräch mit Katharina Mosene und Grit Lange von netzforma*, stellt er seine Thesen vor und diskutiert mit dem Publikum.
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17.11.2026 19:30 Uhr TAK Theater Liechtenstein
Warum wir dümmer klüger wären
Der Philosoph Manuel Scheidegger vertritt die philosophische Gegenposition zu KI-Euphorie und Perfektionswahn: Wir feiern kluge Köpfe und smarte Geräte. Doch die Zukunft der Intelligenz liegt nicht in Perfektion, sondern darin, unsere Beschränktheit zu akzeptieren. Manuel Scheidegger zeigt, warum Unsicherheit eine menschliche Stärke ist und Nicht-Wissen uns weiterbringt – im Alltag, im Beruf und als demokratische Gesellschaft. Sollten wir in Zeiten von KI und Perfektionswahn die Begriffe Intelligenz, Kompetenz und Wissen nicht grundlegend neu denken?
Anders als ein klassischer Autoren-Auftritt verbindet Scheidegger in seinen Lesungen philosophische Substanz mit Unterhaltung, Interaktion und echter Publikumsbeteiligung.
Eintritt: CHF 20 (Regulär) / CHF 10 (Ermäßigt)
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18.11.2026 19:00 Uhr VHS Münster
400. Geburtstag der Königin Kristina von Schweden
Sie war Königstochter, Philosophin, Theatergründerin, Exilantin – und eine der eigenwilligsten Persönlichkeiten ihrer Epoche. Kristina von Schweden (1626–1689) regierte ein mächtiges Königreich, dankte freiwillig ab, konvertierte zum Katholizismus und begann ein neues Leben im Zentrum der römischen Barockwelt.
Vor dem 400. Geburtstag der „Königin ohne Land“ im Dezember 2026 erscheint Jutta Jacobis neue Biographie im Reclam-Verlag. Im Gespräch mit der Autorin ist die Geschichte einer Frau zu entdecken, die uns in ihrer Unruhe, ihrem Bedürfnis nach Aufmerksamkeit, ihrer Freiheitsliebe, Kreativität und Ich-Bezogenheit, vor allem aber in dem ständigen Bestreben, das Leben ausschließlich nach eigenen Maßstäben zu gestalten, einen Spiegel vorhält.
Eintritt: € 12,50 (Regulär) / € 10,- (Ermäßigt)
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19.11.2026 20:00 Uhr Mausoleum Offenbach Rumpenheim
Brillanter Trompeter, Boxer und Jazzlegende
Er ist eine der größten Musikerpersönlichkeiten, seine Silhouette eine Ikone: Miles Davis war eine Naturgewalt, ein Virtuose der Wandlungen, der den Jazz mehrfach neu erfand. Er verband künstlerische Integrität mit Sensibilität und verschob die Grenzen des Jazz – von Birth of the Cool bis Bitches Brew und weit darüber hinaus. Sein Album Kind of Blue gilt vielen als die beste Jazz-Platte aller Zeiten. Weltweit erfolgreich, blieben rassistische Diskriminierung und die daraus resultierende Wut prägend für seine Persönlichkeit.
Dem Wissen und dem Reichtum an Farben, den Stefan Hentz bei seinen Recherchen zu Tage gefördert hat, versucht er nun bei seinen Buchvorstellungen live im Zusammenklang mit Musikern, in einem flexiblen Gewebe aus gesprochenem Wort und live gespielter Musik auf der Bühne nachvollziehbar zu machen. Getreu der Maxime: wer Miles Davis ehren will, darf ihn nicht kopieren, hat der Autor ein exquisites Trio zusammengestellt, in dem der im Rodgau groß gewordene und nicht nur im Rhein-Main-Gebiet bestens bekannte Gitarrist Ali Neander auf zwei der aufregendsten Musiker der deutschen Jazzszene trifft, auf den Pianisten, Komponisten und Leiter der Jazzabteilung an der Universität Mainz, Sebastian Sternal, und den Kölner Schlagzeuger und Hochschulprofessor Jonas Burgwinkel.
Eintritt: € 22,- (Regulär) / € 20,- (Ermäßigt)
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